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"Das ende der Ära" - DEPRI *abgeschlossen*

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   "Das ende der Ära" - DEPRI *abgeschlossen*
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Granger21



Anmeldungsdatum: 26.12.2005
Beiträge: 1579
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 25.01.2006 02:20    Titel:


Boar das ist echt gut. ich könnte aber auch nie so traurig schreiben ich müsste andauernd anfangen zu weinen.
Wenn man sich das so vorstellt??? Oh Gott nein *böse gedanken vertreibt*
Schreib schnell weiter

HEAGDL Granger
Laughing Cool Laughing Cool Laughing
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gathy



Anmeldungsdatum: 20.11.2005
Beiträge: 198
Wohnort: Bernau bei Berlin

BeitragVerfasst am: 29.01.2006 15:38    Titel:


Dankeeee...

och eigentlich ging des immer ganz gut, weil ich war eh oft depri beim schreiben und dann noch traurige Musik angemacht, dann schreibt sich des wunderbar!


weiter gehts!


Kapitel 14:

Als ich nach hause gehe nehme ich nur noch schnell die Post mit nach oben und schmeiße sie auf den Küchentisch. Dann gehe ich meine Zimmer und höre Musik, immer wieder muss ich weinen, weil mich irgendein Lied an irgendeine Geschichte mit Bill erinnert, also schalte ich irgendwann den Fernseher aus und lese ein bisschen Zeitung. Die PM, da kann ich mir sicher sein, dass nichts über Tokio Hotel oder Bill oder mich drin steht.
Irgendwann höre ich wie die Wohnungstür klappt und meine Eltern sich leise unterhalten. Dann klopft es an der Tür.
„Ja?“
„Hier ist post für dich!“ sagt meine Mutter. Sie schaut mich traurig an und verlässt das Zimmer sofort. In den letzten tagen ist die Wut und der Hass in ihren Augen völlig verschwunden. Jetzt sehe ich nur noch Trauer, Trauer und Angst. Ich würde sie am liebsten in den Arm nehmen, aber ich komme nicht an sie ran, sie hält strickten Abstand von mir. Bei ihrem Anblick muss ich mich jedes Mal sehr zusammen reißen um nicht los zu heulen.

Ich nehme den Brief in die Hand, den sie mir aufs Bett gelegt hat. Kein Absender, nur meine Adresse und eine Briefmarke. Ich erwarte keine Post. Ich öffne also den Brief und lese:

„Verachtete Hanna,

ich habe viele Berichte über dich gesehen. Du erscheinst ständig im Fernsehen und in Zeitungen. Bist du jetzt stolz auf dich? Findest du es toll so im Rampenlicht zu stehen? Ist es Das was du wolltest? Warum musstest du das tun? War es Absicht? Oder hast du einfach mal wieder zuviel getrunken? Ich kann das nicht verstehen, wie ein Mensch so rücksichtslos sein kann. Du bist das Allerletzte! Du hättest Bill nicht mit in dein Auto lassen dürfen, oder vielleicht wolltest du das ja. Wahrscheinlich bist du so gestört, dass du dich umbringen wolltest und weil du eifersüchtig bist wolltest du Bill mitnehmen. Und jetzt? Jetzt bist du dreckige Schlampe noch am leben und unser aller geliebter Bill ist tot.
Sollte ich dich jemals treffen, dann gnade die Gott. Ich werde dich töten. Ich werde dir das geben was du verdienst. Einen qualvollen Tod. Du hast uns alle so unendlich verletzte… das kann nie wieder jemand gut machen, aber wenigstens dir zeigen was du angerichtet hast, das können wir! Ich werde dich immer hassen, du bist der Mensch auf dieser Welt den ich am meisten verabscheue. DU BIST EINE MÖRDERIN!!!

In ewigem hass und unsäglicher Verachtung

- Franziska Hinterfuß -“


Die Tränen laufen, ich kann es nicht ändern. ich blicke starr auf das Blatt Papier vor mir. Ein Drohbrief. Sollte ich zur Polizei gehen? Sollte ich sie anzeigen? – Nein. Ich werde ihr zurück schreiben. Ich weiß zwar noch nicht, wie ich die Adresse rausbekommen soll, aber das schaffe ich schon irgendwie. ich setze mich sofort an den Schreibtisch und fange an zu schreiben, finde einfach kaum die richtigen Worte. Was soll ich ihr denn sagen? Sie wird es eh nicht verstehen, aber wenigstens versuchen muss ich es. Ich will nicht so beschuldigt werden. Ich will mich selbst verteidigen. Ich kann nicht alles mit mir machen lassen. NEIN!


und? gut? ach.. es sind übrigens nur noch 3 Kapitel... naja... aber es gibt zum schluss noch ne Überaschung... Wink
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ali



Anmeldungsdatum: 21.12.2005
Beiträge: 157

BeitragVerfasst am: 29.01.2006 16:19    Titel:


natürlich ist das gut, mehr als gut, traumhaft.
bitte schreib so schnell wie möglich wieter
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boah das konzi am 22.02. in freiburg war einfach hammer geil.........
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gathy



Anmeldungsdatum: 20.11.2005
Beiträge: 198
Wohnort: Bernau bei Berlin

BeitragVerfasst am: 29.01.2006 21:48    Titel:


dankeeeee... Embarassed


Kapitel 15:

Nach einer Weile bin ich fertig. Ich schaue auf den Brief und sehe wie kleine Tropfen das Papier gewellt haben und die Tinte ein wenig verlaufen ist, an den Stellen sind Tränen auf das Papier getropft, ich konnte sie einfach nicht zurückhalten, die ganze Geschichte… und meine Gefühle… das aufzuschreiben hat sehr geschmerzt. Ich atme tief durch und lese mir das Geschriebene noch einmal durch.

Hallo Franziska,

ich weiß gar nicht so recht was ich jetzt sagen soll. Es verletzt mich sehr das Alles lesen zu müssen, ich bin enttäuscht, dass die Fans meines besten Freundes solchen Hass auf mich entwickeln, aber ich will versuchen dir alles zu erklären. Ich habe einfach das Bedürfnis dazu.
Du fragst ob ich stolz bin? Ob ich Das so wollte? Sag mal, was geht in deinem Kopf vor? Bill war mein bester Freund, ich kenne ihn seit ich geboren wurde, ich hätte so etwas niemals tun können, er war Alles für mich. Ich leide entsetzlich, im Zweifel freut es dich Das zu hören, obwohl ich Das nicht ganz verstehen kann. Du glaubst den Boulevardpressen und beschimpfst mich ohne die Wahrheit zu kennen. Darum will ich sie dir jetzt schreiben.
Ich wollte mit Bill in den Winterurlaub fahren, nachdem sie ihre Schrei Tour beendet hatten. Und dann auf der Autobahn ist ein LKW ausgeschert und umgekippt, der Fahrer war wohl eingeschlafen und die Straße war total vereist. Das geschah direkt vor uns und ich konnte das Auto nicht mehr zum Stehen bringen. Wir sind total in den Crash hinein gefahren und auch viele andere Autos waren darin verwickelt. Bill ist in meinen Armen, noch am Unfallort gestorben, ich konnte nichts mehr für ihn tun.
Seitdem ist mein leben erfüllt von Trauer. Meine Freunde und Familie reden kaum noch mit mir, alle starren mich an, ich höre schreckliche Berichte über mich und bekomme jetzt auch noch Drohbriefe. Hat jemals einer daran gedacht, wie es mir geht? Meinst du, du könntest mich verstehen? Niemand kann das. Niemand wird es je können. Ich hab es satt von allen beschimpft und gehasst zu werden! Warum? Mir geht es doch am dreckigsten von allen!

Versuch mich zu verstehen oder lass es halt, aber ich weiß jetzt, ich habe mein bestes getan und du weißt nun wie es wirklich war. Spar dir weitere Briefe, ich werde nicht mehr antworten, es wäre Zweck- und Sinnlos.

Hanna Julius


Es ist das Letzte was ich jetzt noch tun kann und ich weiß es ist das Richtige. Das tat gut. Ich konnte es zwar nicht aussprechen, aber wenigstens schreiben. Es geht mir besser. Ein zartes Lächeln zieht sich über meine Lippen. Ich stecke beide Briefe in meinen Terminplaner, damit ich nicht vergesse mich nach der Adresse des Mädchens zu erkunden und gehe ins Bett. Ich bin müde und geschafft, das war anstrengend. Soviel geweint und getrauert, das macht müde. Doch es tat gut. Ich fühle mich ein kleines Stückchen freier. Die eiskalte Faust, die seit Wochen mein herz beinahe zerquetscht lässt langsam nach in ihrer Kraft. Und ich dachte schon es würde vollends zerquetscht und getötet werden!
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Granger21



Anmeldungsdatum: 26.12.2005
Beiträge: 1579
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 29.01.2006 22:47    Titel:


Oh das ist sooooooooooo traurig. Bitte schreib schnell weiter.

HEAGDL Granger
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gathy



Anmeldungsdatum: 20.11.2005
Beiträge: 198
Wohnort: Bernau bei Berlin

BeitragVerfasst am: 30.01.2006 12:52    Titel:


so leute... das ist das vorletze Kapitel... im nächsten is die story vorbei!
Was hättet ihr denn lieber? happy end? trauriges ende? oder offen?


Kapitel 16:

Ich wache auf und schaue auf den Wecker neben mir auf dem kleinen grünen Nachtschrank. 5:30 Uhr steht darauf. Wahnsinn, solange durchgeschlafen habe ich ja schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr. Ich stehe auf und gehe duschen. Ich bin zwar immer noch tierisch müde, mir fehlt halt doch noch eine Menge Schlaf, aber das lauwarme Wasser weckt mich mit dem zarten Prasseln auf meinen Rücken langsam auf. Ich blicke in den Spiegel und kann glücklich feststellen, dass meine Augen nicht allzu sehr gerötet sind. Trotzdem geschwollen, und dunkle Schatten darunter, aber nicht rot, das ist ein Anfang. Ich lege mich noch einmal ins Bett und lese ein wenig. Gegen halb sieben stehe ich dann wirklich auf, schlüpfe in meine Klamotten und gehe zur Schule. Frühstück? Nein, das geht immer noch nicht. Bei dem Gedanken daran wird mir nach wie vor schlecht. Und auf dem Schulweg kommen natürlich wieder die traurigen Gedanken. Sie werden mich wohl doch nie mehr loslassen.
Ich habe mich entschieden heute mal wieder mit dem Bus zu fahren da es regnet wie bescheuert. Schlechte Idee. Schon beim Einsteigen verhärten sich meine Gesichtsmuskulaturen und mein hauchzartes lächeln verschwindet wieder völlig in dem traurigen und leeren Blick. Es ist der Busfahrer, der über den wir so oft gelacht haben. Mit seinem dunklen Schnäutzer und der dicken Hornbrille. So ein typischer Ossi, wie ihn sich jeder vorstellt. Dazu noch mit einem dermaßen schlimmen sächsischen Dialekt, dass wir einfach nur lachen konnten.
Ich setzte mich in den vorderen teil des Busses, denn schon von hier vorne erkenne ich den leeren Platz auf dem wir sonst so oft gesessen hatten. Eigentlich immer, zusammen. Und jetzt. Er ist frei. Schüler stehen sogar, aber ‚unser Platz’ ist frei. Keiner wagt es sich darauf zu setzen. Als ich den Bus betrete wird es still und zich hungrige Blicke durchbohren mich. Ich sitze vorne am Fenster und muss aber direkt in die gaffenden Gesichter gucken. Ich senke meinen Blick und schaue Richtung Fenster. Eine stumme Träne läuft an meiner Wange herunter. Das halte ich nicht aus. Aggressive packe ich meine Tasche, drängle mich durch die menge und steige an der nächsten Station aus. Ich wische mir die Tränen aus dem Gesicht und laufe weiter zu Fuß.
Die Straßen sind glatt und ich muss aufpassen, dass ich nicht hinfalle, aber ich komme trotzdem heil an der Sporthalle an. Aber natürlich bin ich klitschnass durch den strömenden Regen. Wir haben Doppelstunde Sport. Ich habe es schon immer gehasst.
Ich schäle mich missmutig aus meinen durchnässten Klamotten und schlüpfe in das Sportzeug. Jetzt gehe erst noch einmal aufs Klo. Innerlich muss ich fast ein wenig grinsen als ich die vielen graugrünen Kabinen sehe. Bill und ich haben uns häufig gemeinsam hier versteckt und über irgendeinen Müll geredet. Immer wenn dann jemand kam mussten wir ganz leise sein und mussten uns immer total das lachen verkneifen was wir hier so mitbekommen haben worüber sich andere so auf dem Klo unterhalten. Einfach zu witzig. Doch dieser, einst urkomischer Gedanke macht mich jetzt schon wieder traurig. Nie wieder werden wir hier sitzen. So viele Kleinigkeiten, an die ich sonst nie gedacht hätte und an die ich mich ständig wieder erinnere wenn ich durch die Schule oder Magdeburg laufe. Hier erinnert mich einfach alles an ihn.
Ich schließe mich in einer freien Kabine ein und setzte mich auf den Klodeckel. Ich stütze den kopf in die Hände und lasse die Tränen einfach laufen. Das habe ich in der Schule bisher fast immer so gemacht. Immer wieder musste ich tagsüber weinen, aber das soll keiner sehen. Ich sitze noch einige Minuten bis ich mich wieder abgeregt habe. Dann spritze ich mir ein wenig Wasser ins Gesicht und betrachte mein Spiegelbild. Ich sollte sie alle verhängen, alle Spiegel der Welt. Heute Morgen sah ich doch eigentlich noch ganz gut aus… aber jetzt… schrecklich, wie eine wandelnde Leiche. Einfach grauenvoll. Meine Haut scheint dünn wie transparent und blass, trocken, gereizt. Meine Augen sind wie immer verquollen und jetzt haben sie sich auch schon wieder ein wenig gerötet. Die einst feinen Linien darunter haben tiefe bräunliche Schatten gebildet. Mein Harre sind strähnig, obwohl ich sie erst heute Morgen gewaschen habe. Und mein Körper wirkt gebrochen und schwach. Ich drehe mich weg und gehe in die Sporthalle. Wir spielen Volleyball. Die meisten Mädchen haben schon eine Partnerin und machen sich warm. Ich nehme mir einen Ball und spiele gegen die Wand. Nachdem die Lehrerin gekommen ist werden wir in Teams aufgeteilt und sollen spielen. Ich bin in Gedanken, kann mich nicht konzentrieren. Muss immer wieder an Bill denken, ständig.
Im Sommer spielten wir manchmal Volleyball in der Strandbar. In Magdeburg gibt es da so eine schöne, direkt an der Elbe. Es war immer so schön. Wir sind dahin gefahren, manchmal noch mit anderen Freunden und haben gespielt. Meistens haben unsere Mannschaften aber nicht ausgereicht und dann haben wir immer irgendwelche Leute angesprochen ob sie mit uns spielen wollen. So haben wir immer eine Menge Leute kennen gelernt und auch manchmal noch was mit denen unternommen. Ob ich jemals wieder in die Strandbar gehen werde? Alleine? Ohne Bill? Das könnte ich nicht. Ich vermi…
*Doing*
Autsch. Ich reibe mir den Kopf.
„Frau Julius… vielleicht würden sie sich besser auf das Spiel konzentrieren als irgendwelche Löcher in die Luft zu starren.“
„T’schuldigung“ sage ich und halte mir den Kopf. Alles dreht sich.
„Na setzten sie sich erst mal hin!“ ruft Frau Wenden jetzt schon etwas sanfter.
Ich gehe also langsam zur Bank und lasse mich darauf sinken. Die restliche Stunde verbringe ich also dort und schaue dem Spiel zu, mehr oder weniger.
Nach Sport gehe ich mit immer noch brummendem Schädel zur Schule. Ich laufe verträumt durch die Gänge als ich mich plötzlich auf dem Boden spüre. Ich stöhne leise auf. Mein Schädel brummt wie verrückt und jetzt tut auch noch mein Hintern weh.
„T’schuldi…“ höre ich und blicke auf.
Ich sehe Toms funkelnde Augen vor mir. Ich blicke ihn etwas hilflos an. Ich sitze hier mitten auf dem Gang auf dem Boden und meine Tasche liegt etwa 2 Meter von mir entfernt und deren Inhalt hat sich über den halben Flur verteilt. Was für ein beschissener Tag.
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ali



Anmeldungsdatum: 21.12.2005
Beiträge: 157

BeitragVerfasst am: 30.01.2006 14:26    Titel:


oh wie geil.
naja happyend wäre schon gut,aber ich glaube zu der geschichte passt ein schlimmes oder eben offenes besser.

egal auf jedenfall WEITER
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gathy



Anmeldungsdatum: 20.11.2005
Beiträge: 198
Wohnort: Bernau bei Berlin

BeitragVerfasst am: 30.01.2006 14:55    Titel:


hm... okay... dann gibts hier das absolute FINALE!!!

und... tadaaaa ÜBERASCHUNG!

also... da ich die ja auch vorher schon innem anderen Forum hatte und die sich da immer gestritten hatten, was es für ein Ende geben soll gibts für jeden was...

ich habe 3 verschiedene enden geschrieben und jeder kann selbst entscheiden, was er am besten findet.

Würde mich freuen, noch zu hören, wie euch die ganze Geschichte gefallen hat und welches Ende ihr am besten fandet!



Kapitel 17.1.:

Ich stehe langsam auf und glaube ich könnte gleich wieder umfallen, mein Kopf dröhnt wie bescheuert, aber ich beherrsche mich. Tom starrt mich nur stumm an.
„Sorry“ murmele ich „…war in Gedanken“
„Hmhm…“ macht er nur und hilft mir meine verstreuten Sachen wieder einzusammeln. Er blickt mich trotzdem die ganze Zeit böse an.
Ich nicke dankend mit dem Kopf und gehe dann weiter. Der restliche Tag vergeht zum Glück ohne weitere Vorfälle, hat mir auch echt gereicht für heute. Ich bemühe mich möglichst still zu bleiben, so dass mir gar nichts weiter passieren kann!
Nach meiner letzten stunde begebe ich mich in Raum 112, wo die Versammlung für den Projekttag stattfinden soll. Ich setzte mich schon mal an einen Platz, ein paar andere Leute sind auch schon da, gucken mich aber nur kurz entsetzt an und wenden sich dann wieder ab. Ich hole einen Block und einen Stift raus um mir, wenn nötig, Notizen zu machen. Ich gucke aus dem Fenster, sehe einige Schüler die rauchen oder quatschen. Ich vernehme ein Tuscheln im Raum denke mir aber nichts weiter dabei. Doch dann bemerke ich wie sich jemand auf den freien Stuhl neben mich setzt. Neben mich? Das hat sich noch keiner gewagt nach Bills Tod. Ich drehe mich um und schaue wer sich da hingesetzte hat. Meine Augen weiten sich und ich starre entsetzt Tom an. Er lächelt kurz und ich glaube ich träume. Ich gucke wieder aus dem Fenster. In meinem Kopf arbeitet es wie wild, was soll das? Woher der plötzliche Wandel? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Kathleen betritt den Raum und begrüßt erst einmal alle freundlich. Dann sagt sie worum es geht und einige Vorschläge werden gemacht. Ich habe eh keine großen Ideen, verhalte mich also eher stumm und höre einfach nur zu. Auch Tom sitzt still neben mir und schreibt ein wenig mit. Ich merke jedoch wie sein Blick immer wieder zu mir schweift. Das macht mich wahnsinnig. Am liebsten würde ich ihn anschreien was er denn jetzt hat und was das soll. Ich kann mich kaum noch darauf konzentrieren was die anderen sagen.
Nach einer Weile schiebt Tom mir vorsichtig einen Zettel rüber. Was soll das denn jetzt? Ich blicke ihn fragend an. Doch er deutet mit seinem Blick nur auf das Papier und guckt dann wieder nach vorne. Ich nehme es in die Hand und falte es auseinander. Mir stockt der Atem. Das sind die beiden Briefe, der Drohbrief und meine Antwort. Woher hat er die? Ich schaue Tom entsetzt an doch er erwidert meinen Blick nicht sondern blickt weiter starr auf Kathleen. Ich betrachte die Zettel und dann geht mir ein Licht auf. Er muss sie eingesteckt haben als wir zusammengestoßen sind. Ob er sie gelesen hat? Bestimmt.
Ich schaue Tom lange an. Ohne etwas zu sagen oder zu tun. Die Zettel habe ich auf den Tisch gelegt und starre ihn einfach nur ungläubig an. Was geht in diesem Menschen vor? Dann dreht er langsam den Kopf zu mir und guckt mich an. Ein kaum sichtbares lächeln bildet sich auf seinen Lippen und seine Augen sagen mir ‚es tut mir Leid’. Ich kann das immer noch nicht glauben. Wir schauen uns einfach nur an. Bis mir Tränen in die Augen schießen. Ich kann sie nicht mehr verstecken. Weinen, vor anderen. Ein riesiges Laster fällt von mir. Und dann spüre ich Toms warme Hand die sich um die Meine schließt. Er drück zu und schenkt mir ein warmes lächeln. Ich weiß jetzt, er versteht mich, er versteht mich und verzeiht mir. Das mag ein Ende sein, das Ende der Band, das Ende der Freundschaft zwischen mir und Bill. Das Ende der Ära. Doch eine neue Zeit bricht an. Eine neue Ära. Das spüre ich tief in mir drin.

Kapitel 17.2.:

Tränen schießen mir in die Augen. Das ist doch total scheiße! Warum läuft heute alles, aber auch wirklich alles schief ich stehe wieder auf und schaue kurz zu Tom. Er steht immer noch da und glotzt mich an, ich nehme ihn nur verschwommen wahr, so voller Tränen sind meine Augen. Ich klaube schnell alle Sachen zusammen und renne aufs Klo. Ich will nicht, dass mich jemand sieht, dass mich jemand sieht wenn ich weine. Ich laufe in eine Kabine und breche völlig zusammen. Ich lasse mich auf den Deckel fallen und meine ganzen Sachen fallen knallend auf den Boden. Ich weine, weine laut und schluchze. Stütze meinen schmerzenden kopf auf den Händen ab und ziehe mein Beine ganz dicht an den Körper. Ich kann nicht mehr, ich bin ausgelaugt, kaputt. Und will nicht mehr. Will das nicht mehr ertragen, den Schmerz, die Trauer und diesen entsetzlichen Hass. Mein Körper ist müde und meine Seele schläft schon lange. Warum bin ich überhaupt noch hier? Was mache ich hier? Ich leide doch nur, leide seit Tagen, leide seit Wochen. Und wofür? Wann kommt die Erlösung? Wann?
Ja… wenn keiner kommt um mich zu erlösen, dann muss ich es selbst tun. Ich kann es. Ich kann meinem Leiden ein Ende setzten, es wenigstens versuchen. Darf mich nicht hängen lassen. Das ist mein leben und viel zu jung zum Sterben. Ich stehe auf und verlasse die Toilettenkabine. Meine Sachen lasse ich liegen. Sie gehören zu meinem alten Leben, das will ich hinter mir lassen. Einen neuen Anfang wagen. Ich gehe durch die leeren Gänge der Schule, keiner ist da, der Unterricht hat bereits wieder begonnen und alle Schüler sind in den Klassenräumen. Ich verlasse die Schule und laufe durch die vereisten Straßen Magdeburgs. Das letzte Mal, das letzte Mal für lange Zeit, hier will ich nicht wieder hin zurück. Will diese Stadt verlassen. Nie wieder sehen, zu viele Erinnerungen. Ich klappe den Kragen meiner Jacke hoch und laufe weiter durch die matschigen Straßen, mein ziel genau von Augen. Dann sehe ich es, am Ende der Straße. Der Hauptbahnhof von Magdeburg. Meine Schritte werden schneller. Meine Freude wächst, weg hier, weg aus diesem grau, dieser tristen Stadt voll Schmerz. In der Bahnhofsvorhalle betrete ich die Bank und hebe mein gesamtes Erspartes ab. Dann stehe ich vor der großen Anzeigetafel. Wo soll ich hin? Hamburg, München, Berlin, Hannover, Köln? Berlin ist toll, viele Möglichkeiten. Die Hauptstadt Deutschlands. Ich laufe zügig zum Schalter und kaufe mir ein Tickt. Ich muss mich beeilen. In nur 5 Minuten fährt der Zug. Der Zug in die Freiheit. Der Zug, weg aus diesem Loch. Ich renne zum Bahnsteig mit einem lächeln. Ich bin froh. Froh, den Mut gehabt zu haben mich zu entscheiden. Es ist die richtige Entscheidung. Ich klettre in den Zug und setzte mich auf einen freien Platz. Der Zug bewegt sich, rollt langsam vorwärts. Ich schaue aus dem Fenster und sehe die Stadt an mir vorbeiziehen. Die Stadt in der ich wohne, schon so lange. Nein.. die Stadt in der ich gewohnt habe. Ein paar Tränen laufen mir über die Wangen, doch meine Augen strahlen. Sind es Tränen der Trauer? Nein, es sind Tränen der Hoffnung. Es ist vorbei. Es ist zu ende. Es ist das Ende der Ära.


Kapitel 17.3.:

Tränen schießen mir in die Augen. Das ist doch total scheiße! Warum läuft heute alles, aber auch wirklich alles schief ich stehe wieder auf und schaue kurz zu Tom. Er steht immer noch da und glotzt mich an, ich nehme ihn nur verschwommen wahr, so voller Tränen sind meine Augen. Ich klaube schnell alle Sachen zusammen und renne aufs Klo. Ich will nicht, dass mich jemand sieht, dass mich jemand sieht wenn ich weine. Ich laufe in eine Kabine und breche völlig zusammen. Ich lasse mich auf den Deckel fallen und meine ganzen Sachen fallen knallend auf den Boden. Ich weine, weine laut und schluchze. Stütze meinen schmerzenden kopf auf den Händen ab und ziehe mein Beine ganz dicht an den Körper. Ich kann nicht mehr, ich bin ausgelaugt, kaputt. Und will nicht mehr. Will das nicht mehr ertragen, den Schmerz, die Trauer und diesen entsetzlichen Hass. Mein Körper ist müde und meine Seele schläft schon lange. Warum bin ich überhaupt noch hier? Was mache ich hier? Ich leide doch nur, leide seit Tagen, leide seit Wochen. Und wofür? Wann kommt die Erlösung? Wann?
Ich fasse einen Entschluss, muss dieses Leiden beenden. Einen Schlussstrich ziehen. Ich stehe auf, blicke mich hektisch in der Kabine um. Da… das wird gehen. Ich reiße brutal die Nähte des Henkels von meiner Tasche auf. Der ist dick und stabil, das wird gehen. Ich steige auf den Klodeckel und befestige den Henkel an dem Gitter des Abzugschachtes. Dann lege ich mir den Knoten um den Hals. Ich habe keine angst. Wovor? Schlimmer als hier kann es nicht werden. Schlimmer als dieser Hass und die schrecklichen Schmerzen tief in mir drin… nein, das geht nicht. Ich starre die Tür an. Eine stumme Träne läuft über meine Wange doch ein lächeln prägt meine Lippen. Ich lasse mich einfach nach vorne fallen, denke nicht darüber nach. Fühle wie mir die Luft genommen wird, und sich der feste Stoff in meine Haut frisst. Es schmerzt, doch nichts gegen die entsetzlichen schmerzen der vergangenen Wochen, die Schmerzen in mir drin. Langsam bilden sich kleine schwarze Punkte vor mir, die Umgebung verschwimmt und die Punkte werden mehr. Ich starre auf die Tür, stumm und spüre die heißen Tränen in meinem Gesicht. Plötzlich wird die Tür aufgerissen und ich sehe ein vertrautes Gesicht vor mir. Clara. Sie schüttelt den Kopf und ich sehe wie ihre Augen zu glitzern beginnen. Dann geht sie einen Schritt zurück und schließt langsam die Tür. Ich sehe kaum noch etwas, nur noch die weiße Fassade der Tür schimmern, dann wird alles ganz schwarz und ich merke wie meine Sinne benebelt werden. Ein zucken durchfährt meinen Körper. Dann ist alles still.
So sollte also alles enden. Das ist das Ende der Ära. Der Ära unserer Freundschaft, der Ära Tokio Hotel. Es ist vorbei!



Ich danke noch mal meinen Lesern (auch wenn es nicht viele waren), schön dass ihr durchgehalten habt und immer so nette Kommies geschrieben habt!
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ali



Anmeldungsdatum: 21.12.2005
Beiträge: 157

BeitragVerfasst am: 31.01.2006 14:27    Titel:


oh gathy das war hammer geil
ich fand alle drei teile super,beim ersten war cool das tom sie jetzt versteht und sich jetzt warscheinlich alles bessert.
ich denke ich hätte so wie im zweiten oder dritten gehandelt,wenn mir sowas passiert wäre.

also das war eine GEILE geschichte
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Granger21



Anmeldungsdatum: 26.12.2005
Beiträge: 1579
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 31.01.2006 17:40    Titel:


Ja das war echt schön und total traurig.

HEAGDL Granger
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P.S: Ich find das erste Ende am besten
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Celina98



Anmeldungsdatum: 22.10.2005
Beiträge: 250
Wohnort: Maintal

BeitragVerfasst am: 06.02.2006 17:23    Titel:


*da abgeschlossen Thema zu*
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Gruß Conny
ICH BIN KEIN KNUDDELMOD.
sollte ich schroff wirken, ist das in der Regel nicht persönlich gemeint, sondern einfach meine Art. Ich helfe, wo ich kann, aber man erwarte bitte nicht, daß ich nett bin.
Wer höflichkeit will, soll gut essen gehn.
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