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Damals und Heute


 

   Damals und Heute
   Thema aus der Rubrik -> Tokiohotel FanFics
 
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*~*Tom'sBaby*~*



Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 11.05.2007 14:11    Titel: Damals und Heute


So hallo erstmal!
Ich bin ganz neu hier und hab mcih mal angemeldet weilich einfach sua gerne Fanfic's schreibe...
Allerdings ist mein erstes Anliegen eine bestimmte FanFic- Schreiberin zu finden... Ich habe vor etwas längerer Zeit einmal eine Fanfic im Internet gefunden die mich zwischen durch immer wieder zum Lachen und zum weinen gebracht hat. Vielleicht kennen ja einige von euch auch diese Story..Ich setzt sie einfach mal rein und wer die Schrieberin dieser Story kennt soll sich bitte bei mir melden...Ich mach immer nur einoder zwei Kapitel rein damit nciht zuviel aufeinmal veraten wird...

Viel Spaß

Prolog

Ängstlich umklammerte ich meinen Gitarrenkoffer und starrte das Gebäude vor mir an. Es machte einen traurigen Eindruck. Die Farbe blätterte ab, einige Fenster waren eingebrochen, der Gartenzaun sah aus als würde er jede Minute umfliegen und im Garten wucherten Dinge, die eigentlich nicht dort wachsen sollten.
Ich warf nochmals einen Blick auf den Zettel in meiner Hand.
Doch, die Adresse stimmte.
Trotzdem wurde mir unbehaglich zumute wenn ich daran dachte, dass dort drin jemand lebte.
Wer weiß was diese Person war, die in diesem Haus wohnte? Vielleicht ein Mörder, Kidnapper oder jemand der sich vor dem Gesetz versteckte.
Meine Fantasie ging wieder mit mir durch.
„Deine erste Stunde?“, fragte plötzlich eine Stimme neben mir. Erschrocken wirbelte ich herum und warf dabei den Koffer zu Boden.
Vor mir stand ein Junge, mit blonden Dreadlooks und sah mich neugierig an. Als er sah, wie ich meinen Koffer fallen ließ, warf er mir einen tadelnden Blick zu.
„Mit einer Gitarre sollte man nicht so umgehen.“, belehrte er mich und ich errötete. Eine Entschuldigung stammelnd, nahm ich den Koffer wieder in die Hand. Hoffentlich war alles heil geblieben!
„Du hast meine Frage noch nicht beantwortet.“, sagte er und lächelte mich an.
„Ähm... Ja, das ist meine erste Stunde. Mit einer E-Gitarre. Ich spiele schon ein paar Jahre Akustik aber ich wollte wechseln. Meine ehemalige Musiklehrerin hat mir die Adresse gegeben und gemeint das ich hier mehr lernen würde als bei ihr.“, sprudelte es aus mir heraus. Wenn ich nervös war, redete ich immer wie ein Wasserfall.
„Na dann bist du bei Paul genau richtig.“, erwiderte der Junge. Langsam wurde ich wieder mutiger und die Röte wich aus meinem Gesicht.
„Nimmst du auch Unterricht?“, fragte ich und deutete auf den Gitarrenkoffer, der neben dem Jungen auf dem Boden stand. Der Junge nickte, worauf seine Dreadlooks hin und her flogen. Ich fand es faszinierend einen Jungen kennen zu lernen der längere Haare hatte als ich selbst.
„Mein Name ist übrigens Tom. Tom Kaulitz.“, sagte er und reichte mir seine Hand.
„Und ich bin Verena Trimm.“ Wir schüttelten uns die Hände und lächelten schüchtern.
Danach gingen wir gemeinsam in das Haus. Ich fand es anfangs etwas merkwürdig das Tom mitging, denn ich kannte bis jetzt bloß Einzelunterricht. Das sollte sich jedoch bald ändern. Bei Paul dagegen gab es nur Gruppenunterricht.
„Das stärkt den Gemeinschaftssinn.“, sagte er immer.
Zu meiner Freude war ich mit Tom in einer Gruppe. Auch ein anderer Junge war mit von der Partie. Leider waren die zwei schon Fortgeschrittene und da man sich beim Tempo immer an den Schwächsten hielt (was in diesem Moment ja ich war), glaubte ich das sie bald ziemlich sauer auf mich sein würden, weil wir nicht so schnell voran kamen.
Aber ich hatte mich getäuscht.
Tom und Mario waren sehr verständnisvoll und lachten mich nicht aus wenn ich etwas nicht auf Anhieb verstand.
So vergingen einige Monate und ich freute mich über meine Fortschritte. Manchmal traf ich mich mit den Jungs vor oder nach dem Unterricht auf eine Pizza, was immer sehr lustig war.
Doch dann zog Mario weg und Tom und ich blieben alleine in der Gruppe.
Das änderte jedoch nichts an unseren Treffen nach dem Unterricht. Als wir die erste Unterrichtsstunde zu zweit hatten und danach noch Billard spielen gehen wollten, nahm Tom seinen Zwillingsbruder Bill mit und ich hatte meine beste Freundin Steffi überredet das sie mitkommen sollte.
Tom und ich warteten schon in der Spielhalle, als Bill eintraf. Anfangs hätte ich nicht gedacht das er und Tom verwandt waren, aber auf dem zweiten Blick erkannte man die Ähnlichkeit zwischen den beiden.
„Darf ich vorstellen, Bill das ist Verena. Verena, das ist Bill.“, stellte Tom uns gegenseitig vor.
„Freut mich Verena.“, sagte Bill und grinste.
„Mich genauso, Bill“, erwiderte ich mit demselben Grinsen.
Einige Minuten später traf Steffi ein. Wie es zwischen uns beiden üblich war, umarmten wir uns überschwenglich. Danach wandte sie sich den Jungs zu und stutzte.
„Tom? Bill? Was macht ihr denn hier?“, fragte sie und ohne auf eine Antwort abzuwarten umarmte sie die zwei.
„Das gleiche wollte ich gerade dich fragen.“, sagte Bill und Tom nickte bestätigend.
„Ihr kennt euch?“, fragte ich verdutzt.
„Ja. Verena, das sind meine Cousins.“, erklärte Steffi und ich stutzte noch mehr. Sie glich den Jungs so sehr wie der Tag die Nacht, aber das war nebensächlich. Damals hatten wir vier noch keinen Schimmer das in diesem Augenblick eine enge Freundschaft zwischen uns entstand.
_________________
Warum weinen...
wenn der Schmerz eh vergeht?
Warum lachen.....
Wenn die nächste Sekunde trauig wird:
Warum Leben...wenn man sterben will?
Warum Lieben..
wenn die Liebe sowieso vergeht?
Warum fragen...
wenn es keine Antwort gibt?!


Glaub mir, ohne dich werd ich sterben,
werde nie mehr lachen,
nie mehr glücklich sein.....
Unsere Herzen wurden eins,
und ohne dich stirbt meins

:'( Liebz meine aller liebsten Schnukkels:-*
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liz1992



Anmeldungsdatum: 18.11.2005
Beiträge: 703
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BeitragVerfasst am: 11.05.2007 14:17    Titel:


ICH KENN DIE STORY! www.damalsundheut.de.vu Aber wiso stellst du sie hier rein?!
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*~*Tom'sBaby*~*



Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 11.05.2007 14:22    Titel:


hey liz:
weil ich es voll schade finde dass die Autorin nicht mehr weiter schriebt und die Story soll nicht vergessen werdendie ist sooooo toll
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liz1992



Anmeldungsdatum: 18.11.2005
Beiträge: 703
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 11.05.2007 15:26    Titel:


Ja das finde ich auch. Die schreibst auch sicher nimmer weiter. das is schon über ein jahr her dass sie weitergeschrieben hat.
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~In_LoVe~



Anmeldungsdatum: 04.02.2007
Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 11.05.2007 17:36    Titel:


wooah
ich kenn die ff auuuch!!
des war meine erste ff die ich gelesen hab!!
aaah die is soo hammer geil!!
ich bei dera so viel geheult und gelacht!!
des is echt schade dass sie nich mehr weiter geht..
ich hoff iwann geht sie mal weiter..
lg

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*~*Tom'sBaby*~*



Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13.05.2007 10:25    Titel:


Ich ifnd die soooo schön die FF...voll traurig das die net mehr weiter geht... hier kommt das 1 Kapitel:

Kapitel 1

Die Hitze war unerträglich. Dennoch standen Steffi und ich auf unseren Stammplätzen in der ersten Reihe. Wir gehörten praktisch schon zum Inventar. Die Menge um uns herum schnatterte freudig und beobachtete den Aufbau der Instrumente.
Ich kannte zwar schon beinahe jeden der Handgriffe auswendig, aber ich beobachtete trotzdem jede Bewegung auf der Bühne.
Heute war wieder ein Gig der Band „devilish“, der Bill und Tom angehörten. Seit dem Abend in der Spielhalle hatten Steffi und ich keinen ihrer Auftritte verpasst. In der Zwischenzeit war viel passiert. Bill hatte bei Star Search mitgemacht und trotz der vielen Anrufe die wir gemacht hatten, war er nicht weitergekommen. Anfangs war er ziemlich enttäuscht darüber, aber er fand Trost in seiner neuen Band. Er und Tom hatten nämlich einen Bassisten, Georg, und einen Schlagzeuger, Gustav, aufgetrieben. Sie probten zweimal die Woche und beinahe jedes Wochenende gab es einen Auftritt und sie wurden jedes mal besser.
Wie um meine Gedanken zu bestätigen, kamen die vier auf die Bühne und rockten los. Da Steffi und ich jeden Song auswendig konnten, sangen wir tatkräftig mit.
„Ist die nicht süß?“, hörten wir neben uns einen Junge einen anderen Jungen fragen und deutete dabei auf Bill. Mit einem Blick zu Steffi kicherten wir los. Für uns war es ein Rätsel warum manche Menschen glaubten das Bill ein Mädchen sei, aber wir kannten ihn schließlich schon viel länger.
„Ich will euch ja nicht enttäuschen Jungs, aber diese ‚die‘ ist ein ‚der‘.“, erklärte Steffi und lachte los als sie den erschrockenen Blick der zwei Typen sah. Nach dieser Aufklärung rauschten die Jungs aus dem Club, was wir noch belustigender fanden.
In der Pause gesellten sich „devilish“ zu uns.
„Bill, du musst dir wirklich mal ein Schild umhängen auf dem steht ‚Ich bin ein Junge‘.“, meinte Steffi und nahm einen Schluck von ihrer Cola. Doch der ließ sich von seiner Cousine nicht aufziehen und ignorierte den Kommentar.
Währenddessen quatschte ich mit Gustav und Tom, als plötzlich ein Mädchen neben uns auftauchte. Ich schätzte sie nicht älter als zehn oder elf, doch schüttelte sie ihr platinblondes, gefärbtes Haar als wäre sie ein erfahrenes Model. Steffi bemerkte sie ebenfalls und schnitt eine Grimasse. Wir wussten alle was jetzt kam.
„Ach, darf ich ein Autogramm von euch haben?“, fragte sie zuckersüß und klimperte mit den viel zu stark getuschten Wimpern.
„Natürlich.“, murmelte Bill und die vier kritzelten ihre Namen auf ein Stück Papier.
„Vielen Dank!“, sagte sie zum Abschied und stolzierte von dannen.
„Wer war das denn?“, fragte plötzlich eine wohlbekannte Stimme hinter uns.
Freudig drehte ich mich um. Wie erwartete stand dort Linda, Bills Freundin und sah uns mit ihren blauen Augen fragend und neugierig an. Bevor ich antwortete umarmte ich sie herzlich.
„Ein Fan, du weißt schon. Du bist ja braun geworden! Wie war es in Griechenland?“
Sie war für zwei Wochen in Urlaub gefahren, und Bill hatte sie schrecklich vermisst, was er zwar nicht zugegeben hatte, wir aber trotzdem alle gemerkt hatten.
„Schön und heiß.“, antwortete Linda knapp und verschwand dann händchenhaltend mit Bill in eine dunkle Ecke.
„Hoffentlich vergisst er nicht das wir gleich wieder auf die Bühne müssen.“, meinte Tom schmunzelnd und sah auf die Uhr.
Ich grinste. Das war schon einmal passiert und keiner hatte es vergessen. Er war mit Linda aus dem Club gegangen und die zweite Hälfte des Gigs musste wegen dem fehlenden Sänger abgesagt werden. Keiner war ihm deswegen böse, aber ihm war es furchtbar peinlich und wir zogen ihn wahnsinnig gern damit auf. Damals war Bill gerade frisch mit Linda zusammen. Es war harte Arbeit gewesen die zwei zu verkuppeln, da der eine schüchterner war als der andere, was man Bill gar nicht zutrauen würde. Normalerweise hatte er eine riesen Klappe, aber in solchen Dingen war er ängstlicher. Obwohl alle wussten das sie ineinander verknallt waren, mussten wir alle mitanpacken um die zwei zusammen zu bringen.
„Ach und wenn schon, singt halt Steffi an seiner Stelle.“, erwiderte Gustav.
„Wenn ihr das ganze Publikum vertreiben wollt, immer wieder gerne.“, meinte Steffi und wandte sich wieder ihrem Getränk zu.
Soweit kam es aber doch nicht. Auch wenn Bill ein bisschen spät und außer Atem ankam, ging es trotzdem weiter.
„Lasst uns auf den gelungen Abend einen trinken.“, schlug er nachdem Auftritt vor und alle waren einverstanden.
Da wir jedoch alle erst um die zwölf und dreizehn waren, beschränkten sich unsere Getränke auf Cola und Red Bull, was uns aber nicht weiter störte, da diese Getränke für uns wie für andere Menschen Leitungswasser war.
„Wollt ihr euch das wirklich machen lassen?“, fragte ich Tom und Bill skeptisch als sie uns von ihrer Idee erzählten.
„Was ist so schlimm daran?“, erwiderte Bill.
„Nun ja, du hättest für immer ein Loch in der Zunge, auch wenn du den Stift wieder rausnimmst. Und Tom hätte eine Narbe auf der Lippe, obwohl ich nicht einmal weiß ob die Haut dort wieder zuwächst.“, erklärte ich und nahm auf den Schreck einen großen Schluck Red Bull. Mit dreizehn schon Piercings? Das kam mir zwar etwas früh vor, aber eigentlich hätte ich mit meinen zarten zwölf selbst gern eines.
„Das nehmen wir in Kauf, oder Bruder?“, fragte Tom und grinste als Bill bestätigend nickte.
„Nun ja, ist schließlich eure Entscheidung.“, meinte Steffi schulterzuckend.
„Kommt doch mit!“, schlug Bill vor, der von seiner Idee sofort begeistert war.
„Ach und warum?“, fragte ich und versuchte mir nicht anmerken zu lassen, dass mir die Idee selbst schon in den Sinn gekommen war.
„Jetzt tu bloß nicht so! Ich seh euch doch schon von weiten an das ihr auch eines wollt.“, meinte Bill und ich verfluchte mein schlechtes schauspielerisches Talent.
„Meine Eltern würden mich erschießen.“, meinte Steffi und legte den Kopf schief, wobei ihre blonden Engelslocken nur so sprangen und flogen.
„Bei mir wäre es egal, das wisst ihr ja.“, murmelte ich und richtete meinen Blick auf die Dose in meiner Hand um ja keine mitleidigen Blicke, die man mir jetzt wahrscheinlich zuwarf, zu bemerken. Da meine Mutter tod war und mein Vater sich einen Dreck um mich scherte, konnte ich machen was ich wollte und es war ihm egal.
„Gut, ich komme mit.“, sagte ich schließlich schulterzuckend. Vielleicht konnte ich es ja den Jungs noch ausreden, aber die zwei konnten so stur sein wie Esel. wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatten. Bill strich sich eine schwarzrote Haarsträhne aus dem Gesicht. Er freute sich natürlich über seine Überredungskünste. Steffi versprach das sie ihre Eltern fragen würde.
„Was macht ihr eigentlich nicht zusammen?“, fragte Georg, der unser Gespräch belauscht hatte. Aber seine Frage blieb unbeantwortet, da wir es selbst nicht so genau wussten. Innerhalb eines Jahres waren wir vier schon so gut befreundet das wir beinahe als Geschwister durchgingen, was teilweise ja auch stimmte. Es gab fast keinen Tag an dem wir uns nicht trafen oder anrufen und irgendwelchen Quatsch machten. Böse Zungen behaupteten das wir einfach zwei Pärchen waren, aber das stimmte nicht. Wir vier waren alles, nur nicht ineinander verliebt. Manchmal gingen wir zwar Hand in Hand oder eingehakt durch die Straßen, aber das bedeutete bei uns gar nichts. Selbst Linda war hin und wieder ein bisschen eifersüchtig auf uns, obwohl sie genau wusste das wir nichts von einander wollten. Wir waren einfach sehr gute Freunde, da wir beinahe alles über uns wussten und wer damit ein Problem hatte, sollte sich wo anders beschweren.


Zitternd packte Steffi meine Hand. Sie hatte ihre Eltern nach längerem Hin und Her doch noch überreden können und so standen wir jetzt zu viert vor dem Piercingstudio.
„Nervös?“, fragte ich leise und sie nickte. Kein Wunder, ich hatte auch ein wenig Angst. Die Jungs ließen sich natürlich nichts anmerken, aber wir wussten das sie auch Bammel hatten.
Da sie aber unsere Angst bemerkten, packten sie uns an der Hand und zogen uns hinein, bevor wir es uns anders überlegen konnten.
„Jetzt wird nicht gekniffen.“, meinte Tom lächelnd und ließ mich erst wieder los als wir drinnen standen. Das Wartezimmer war leer, aber ansonsten machte alles einen sauberen Eindruck und ich beruhigte mich langsam wieder, obwohl mir mein Herz bis zum Hals klopfte. Nervös wippte ich mit den Füßen nachdem ich mich hingesetzt hatte und sah mich um. Da sich das Studio auch mit Tätowierungen beschäftigte, hingen überall Bilderrahmen mit Mustern und Bildern auf der Wand. Neugierig betrachtete ich sie und schluckte.
Am liebsten wäre ich wieder gegangen und mit einem Blick zu Steffi wusste ich das sie genau das gleiche dachte. Bill hatte von uns vieren am wenigsten Angst, da bereits ein Piercing seine Augenbraue zierte.
„Keine Sorge, ihr spürt fast gar nichts, das ist gleich wieder vorbei.“, sprach er uns Mut zu, aber es half nicht viel.
„Na wenn du das sagst.“, erwiderte ich und seufzte als der Ladenbesitzer uns herein bat. Geschockt betrachtete ich seinen von Piercings und Tätowierungen strotzenden Körper.
Jetzt gab es kein zurück mehr.
„Also, wer von euch will als erstes?“, fragte der Mann freundlich.
„Ladys first.“, meinte Bill, gab mir einen Schubs und grinste von einem Ohr zum anderen. Am liebsten hätte ich ihm eine geklebt, aber das war jetzt nicht der richtige Ort.
Mit wackeligen Füßen ging ich auf den Stuhl zu und setzte mich hin. Ein Licht blendete mich von oben und der Sessel hob sich nachdem der Mann auf einen Knopf gedrückt hatte.
Ich kam mir vor wie beim Zahnarzt und ich hasste den Zahnarzt.
Zuerst zeigte ich dem Besitzer noch die Einverständniserklärung meines Vaters. Der hatte natürlich keinen blassen Schimmer was er da eigentlich unterschrieben hatte.
„Und, was hättest du es gerne?“
„Eines durch die Nase.“, antwortete ich und suchte mir einen Stern unter den vielen Steckern aus, die er mir zeigte.
Dann ging alles ganz schnell. Mit behandschuhten Händen nahm er eine merkwürdige Maschine in die Hand. Entschlossen das ich das jetzt durchzog kniff ich die Augen zu. Ehe ich mich versah brannte meine Nase wie Hölle. Das war es dann auch schon. Freudig besah ich mir das Endergebnis im Spiegel.
„Sieht nicht schlecht aus.“, meinte Tom anerkennend und nahm nach mir Platz auf dem Sessel. Es begann wieder von vorne, bloß das er einen Ring durch die Unterlippe bekam. Bestärkt durch unsere Erfolge nahm schließlich Steffi Platz. Da sie einen Hang zu bauchfreien Tops hatte und ihre Eltern kein anderes Piercing erlaubten, bekam sie eines durch den Bauchnabel.
Schließlich kam Bill an die Reihe. Bei ihm wurde es eine Spur komplizierter, da ein Zungenpiercing nicht ganz ungefährlich war und außerdem schrecklich schmerzte. Tapfer ließ er alles über sich ergehen und stand schließlich auf. Der Ladenbesitzer meinte das ihm vielleicht ein paar Tage das Sprechen schwer fielen würde.
„Dann können wir uns mal erholen.“, meinte Steffi und hielt sich die Hand zum schmerzenden Bauch, was sie aber nicht dazu brachte ihren Humor zu verlieren. Meine Nase juckte schrecklich und ich musste meine ganze Willenskraft aufbieten um sie nicht zu kratzen, da der Mann gemeint hatte das Piercings sich entzünden konnten. Wir bezahlten und dann gingen wir gemeinsam nach draußen. Ich rümpfte die Nase um mein Piercing besser zu Gesicht zu bekommen. Es gefiel mir immer besser.
„Na, wie sehe ich aus?“, lallte Bill und streckte uns seine anschwellende Zunge entgegen.
„Wahnsinnig sexy.“, meinte ich und kicherte.
Schließlich hakten wir uns gegenseitig unter und gingen gemeinsam zur Bushaltestelle.
Froh das wir es hinter uns hatten ließen sich Steffi und ich schließlich bei ihr im Wohnzimmer nieder. Ich war eigentlich öfters bei ihr als bei mir zuhause.
Wir machten den Fernseher an und werkten an unseren Piercings herum.
„Na Mädels, wie siehts aus?“, fragte Melanie, Steffis ältere Schwester. Sie beantwortete ihre Frage selber indem sie näher kam und uns eingehend betrachtete.
„Steht euch gut.“, meinte sie nach ein paar Minuten und ging in die Küche um kurz darauf mit etwas zu trinken zurück zu kommen. Ihr blonder Pferdeschwanz wippte bei jeder ihrer Bewegungen. Wir wussten nicht warum, aber Melanie war der Traum der schlaflosen Nächte jedes Mannes und dass, obwohl sie erst 16 war. Ihr gefiel es, also sagten wir auch nichts dagegen. Steffi war zwar etwas neidisch auf ihre Schwester, aber das vertraute sie nur mir an.
Wir zappten durch die verschiedenen Fernsehsender, ohne uns wirklich festzulegen.
Langsam wurde es draußen dämmrig und wie so oft blieb ich über Nacht. Steffis Eltern sahen mich sowieso schon als die dritte Tochter, die sie nie hatten und ich konnte bei ihnen bleiben so lange und so oft ich wollte, worüber ich sehr dankbar war.
Nach einiger Zeit verschwanden wir in das Büro von Steffis Vater und schlossen uns ein. Da er ein Telefon mit Freisprechanlage hatte, waren wir sehr oft in seinem Büro. Ich setzte mich in den riesigen Bürosessel vor dem Schreibtisch, drehte mich eine Runde damit und wählte danach die Nummer während Steffi es sich auf dem breiten Tisch gemütlich machte.
„Kaulitz.“, sagte eine Stimme an der anderen Leitung.
„Guten Abend Frau Kaulitz, sind Tom oder Bill zufällig da?“, fragte Steffi höflich.
„Ach, hallo ihr zwei. Wartet einen Augenblick.“
Wir grinsten. Es war schon beinahe ein Ritual das wir uns jeden Abend gegenseitig anriefen. Normalerweise machten so etwas bloß Mädchen, aber wir machten es trotzdem gerne.
„Tom Kaulitz.“
„Hallo Tom! Na wie geht’s euch nach der Selbstverstümmelung?“, fragte ich lachend.
„Ganz gut. Ihr wisst ja gar nicht wie ruhig es sein kann wenn Bill einmal nicht redet!“
„Dann genieß es solange du noch kannst.“
„Worauf du dich verlassen kannst, Cousinchen.“
Wir quatschten noch ein paar Minuten und legten wieder auf, schließlich war die Telefonrechnung von Steffis Vater schon hoch genug.
Langsam gingen wir in das Zimmer von Steffi. Vorsichtig schlängelten wir uns durch die Klamottenhaufen und den restlichen Kram auf dem Boden von Steffis Zimmer. Ordnung und Sauberkeit waren für sie Fremdwörter. Gemütlich war es trotzdem immer noch.
„Danke das ich heute wieder bei dir bleiben darf.“, sagte ich zu ihr. Diese winkte ab.
„Kein Thema.“
Aneinander gepresst lagen wir schließlich wach in ihrem kleinen Bett und hielten uns gegenseitig davon ab unsere Piercings zu befummeln, da sie sich so laut Tom, leichter entzünden konnten.



Mit bangen Schritten ging ich am nächsten Tag nachhause. Mein Vater hatte mich die letzte Woche nicht gesehen, da er immer arbeiten war wenn ich kurz nachhause kam.
Langsam steckte ich den Schlüssel in das Schlüsselloch und öffnete die Tür. Trotz all meiner Vorsicht knarrte sie laut. Auf Samtpfoten tapste ich hinein und sah mich um. Eigentlich wollte ich mir bloß Klamotten zum Wechseln einpacken und etwas Geld und dann schnurstracks wieder zu Steffi verschwinden, aber ich hatte nicht mit Hannes Trimm gerechnet. Hochrot im Gesicht und mit glasigen Augen stand er vor mir und starrte mich an. Er kam langsam auf mich zu und sein schwankender Gang entging mir nicht. Mein Blick fiel auf die leeren Schnapsflaschen auf dem Küchentisch, woraufhin ich es mit der Angst zu tun bekam. Mein Vater war schon nüchtern sehr streng, aber betrunken war er unberechenbar.
Seit dem Autounfall meiner Mutter, bei dem sie ums Leben kam, verfiel mein Dad immer mehr dem Alkohol. Anfangs ging es ihm noch halbwegs gut und ich hatte die Hoffnung das wir trotzdem noch eine glückliche Familie sein konnten, aber er verkraftete es einfach nicht das Mama weg war und ertrank sein Selbstmitleid mit Schnaps und billigen Tankstellenwein. Wenn er einmal nicht betrunken war, war er sogar halbwegs erträglich, auch wenn er immer mehr im Selbstmitleid versank und mich selten beachtete. Ich hatte mich mit ihrem Tod schon lange abgefunden. Damals war ich ja auch sehr klein gewesen, erst sechs Jahre alt. Trotzdem hatte ich sie mindestens genauso geliebt wie Papa, aber er konnte einfach nicht los lassen.
„Wo warst du so lange?“, fragte er lallend und seine Fahne wehte bis zu mir, die so bestialisch stank, dass mir schlecht wurde.
„Bei einer Freundin.“, antwortete ich knapp und versuchte einen beruhigenden Tonfall einzuschlagen, obwohl mein Herzschlag immer schneller wurde.
„Dann kannst du dich trotzdem einmal blicken lass-“, lallte er, stutzte aber plötzlich.
„Was zum Teufel hast du da an deiner Nase?“, fragte er beinahe schreiend. Ich schluckte. Eine so schlimme Reaktion hatte ich nicht erwartet. Er packte mich grob an der Nase, als wollte er sie mir abreißen und das leicht entzündete Piercing brannte so schrecklich, dass mir Tränen in die Augen traten.
„Kaum lässt man dich fünf Minuten aus den Augen verstümmelst du dich auch schon!“, brüllte er und packte mich fest am Arm. Er zerrte mich in mein Zimmer und schmiss mich dort auf das Bett.
„Aber das gelingt dir nicht noch einmal, nein!“, meinte er und es war eher so als sprach er zu sich selbst als mit mir. Mit diesen Worten stakste er aus dem Raum und schloss die Tür hinter sich. Wenn er etwas zurechnungsfähiger gewesen wäre, hätte er wahrscheinlich den Schlüssel abgezogen und mich eingesperrt, was er jedoch nicht tat.
Nach einiger Zeit stand ich auf und rieb mir dabei den schmerzenden Arm. Das würde bestimmt einen blauen Fleck geben! Wahllos schmiss ich einige Klamotten in meinen Rucksack und nachdem ich mich vergewissert hatte, das mein Vater schlief ging ich in die Küche. Dort angekommen riss ich die Fenster auf um den stechenden Alkohol- und Nikotingestank zu vertreiben. Danach nahm ich die restlichen vollen Flaschen und leerte ihren Inhalt in das Waschbecken. Ich vergewisserte mich auch das sonst kein einziger Tropfen Alkohol im Haus war. Wenigstens sollte Papa für ein paar Tage nüchtern bleiben. Beinahe wehmütig betrachtete ich ihn, wie er da auf dem Sofa im Wohnzimmer schlief. Das er einmal so ruhig und friedlich sein konnte war genauso beruhigend wie erschreckend . Zu guter Letzt nahm ich mir noch etwas Geld aus dem Portemonnaie meines Vaters, das wie immer auf dem Küchentresen lag. Mit gemischten Gefühlen verließ ich das Haus und ging ohne mich noch einmal umzudrehen.


„Ach Mädels, was wären wir nur ohne euch?“, fragte Gustav seufzend und biss herzhaft in ein noch dampfendes Stück Pizza.
„Aufgeschmissen.“, antwortete Steffi grinsend.
Wie so oft hatten wir ihnen etwas zu essen vorbeigebracht, schließlich wurde man vom vielen proben schnell hungrig. Und Hunger war für die vier ein Dauerzustand.
„Dürfen wir dann zuhören?“, fragte ich, während ich vorsichtig an Toms Gitarre herum zupfte. Normalerweise gab er seine Gitarre niemanden in die Hand, aber da er wusste das ich gut auf sie aufpasste, durfte ich hin und wieder spielen, was mir natürlich eine Ehre war.
„Wenn ihr uns schon etwas zu essen mitgebracht habt, dürft ihr natürlich zuhören.“, meinte Bill gnädig. Sein Piercing stieß dabei gegen seine Zähne, was ein metallisches Klicken verursachte. Aber allmählich konnte er schon reden ohne dabei seine Zähne zu demolieren.
„Du bist ja so gütig.“, meinte Steffi grinsend und kniff ihm in den Arm.
„Ich weiß.“, lachte Bill.
„Pass auf das du sein Ego nicht zu sehr verwöhnst.“, sagte Georg nachdenklich und nahm einen großen Schluck Cola.
„Keine Sorge.“, erwiderte sie und warf Georg einen merkwürdigen Blick zu.
„Wie kannst du mit so einem Ding in der Zunge überhaupt essen?“, fragte ich neugierig als Bill erneut in ein Stück Pizza biss.
„Ach, das ist ganz einfach. Abbeißen, Kauen und Schlucken.“, antwortete er.
„Scherzkeks.“, erwiderte ich und rollte mit den Augen.
„Wobei du das Kauen meistens auslässt.“, meinte Gustav und wir lachten.
Als die Jungs fertig gegessen hatten, gab ich Tom vorsichtig seine Gitarre zurück. Er nahm sie mir ab, als wäre sie aus Glas.
„Gehen wir den Song von vorhin nochmal durch. Georg du musst diese eine Stelle wirklich perfekt können.“, erklärte Bill und stellte sich zum Mikrofon.
Ich schmunzelte. Sie waren schon richtige kleine Profis, was vor allem von der harten Arbeit kam. Zu Steffis und meiner Überraschung fingen sie mit einem Song an, den wir noch nicht kannten.
„Gott sei Dank, ich dachte schon ihnen wären die Ideen ausgegangen.“, flüsterte Steffi und ich nickte. Faszinierend beobachtete ich das Gitarrensolo von Tom. Seine Finger bewegten sich mit einer Gewandtheit die man nur beneiden konnte. Auch Bills Stimme war inzwischen sehr gut geworden. Wahrscheinlich lag das daran das er jetzt Gesangunterricht nahm. Auch Tom nahm Unterricht bei einem zweiten Gitarrenspezialisten. Er hatte zwar immer noch mit mir bei Paul Unterricht, aber er war beinahe schon so gut wie Paul, was für sein Alter beachtlich war. Schließlich wurde er erst in zwei Wochen vierzehn!
Apropos, Steffi und ich planten schon seit Tagen eine Überraschungsparty für die Zwillinge. Jörg, der Stiefvater der beiden unterstützte uns tatkräftig und auch Frau Kaulitz war eingeweiht, sodass wir am ersten September sturmfreie Bude hatten, was natürlich ungemein praktisch für unsere Pläne war.
Am Ende der Probe brachte Frau Kaulitz uns etwas zu trinken und wir setzten uns in den Garten. Glücklich, der stickigen Luft der Garage zu entfliehen, setzte ich mich zwischen Steffi und Bill auf die Gartenbank. Die Grillen zirpten im Gras und trotz der späten Uhrzeit war es noch angenehm warm. Aber schließlich war es noch August. Bill holte einige Kerzen und stellte sie auf dem Tisch, da es immer dunkler wurde. Dennoch dachte noch keiner daran nachhause zu fahren. Selbst Georg, der normalerweise nicht so oft da blieb, saß bei uns und quatschte munter.
„Habt ihr noch mehr neue Songs?“, fragte Steffi und sah jeden der Jungs neugierig an.
„Lasst euch auf dem nächsten Gig überraschen.“, antwortete Tom geheimnisvoll.
„Ihr seid solche Spielverderber!“, maulte Steffi und verschränkte beleidigt ihre Arme.
„Wir können auch nichts dafür das du so neugierig bist.“, meinte Bill schulterzuckend, woraufhin Steffi ihre Unterlippe vorschob und schmollte.
Jedoch schmollte sie nie länger als zehn Minuten, da sie nicht besonders nachtragend war und sie sich schnell langweilte.
„Und, macht ihr in den Ferien noch etwas bestimmtes?“, fragte ich, da ich so eine bedrückende Stille nicht ausstehen konnte.
„Nicht wirklich. Proben, Gigs und dann ist wieder Schule.“, antwortete Gustav.
„Wir besuchen noch eine Tante in Berlin, aber ansonsten haben wir das gleiche Programm wie Gustav.“, meinte Bill, der wie so oft für sich und seinen Bruder antwortete.
„Hört sich ja spannend an.“, sagte Steffi, deren zehn Minuten wieder vorbei waren.
„Ist es ja auch.“, meinte Tom und grinste. Obwohl er sein Piercing schon länger hatte, würde ich mich wahrscheinlich nie an dieses neue Grinsen gewöhnen.
„Und was ist mit dir Georg?“
„Hmm... Was?“, fragte er, aus seinen Gedanken gerissen.
„Ob du in den Ferien was vor hast.“, erklärte ich geduldig.
„Nein, nicht wirklich.“, antwortete er schulterzuckend.
„Na dann, auf unsere spektakulären Ferien!“, meinte Steffi sarkastisch und prostete uns zu.
Schließlich wurden Georg und Gustav abgeholt und es wurde immer dunkler. Steffi traute sich nicht mehr ihre Eltern anzurufen um uns abzuholen, da es schon so spät war. Den Bus konnten wir auch nicht benutzen, da keine Linie mehr fuhr.
„Ach, wisst ihr was, bleibt einfach über Nacht.“, schlug Tom vor und wir waren natürlich einverstanden. Lieber bei den Jungs übernachten als eine Standpauke von Steffis Eltern! Trotzdem rief sie zuhause an und meinte wir übernachteten bei Freunden.
„Oh man, ihr rettet uns das Leben!“, sagte Steffi danach und fiel ihren Cousins um den Hals.
„Genau, danke.“, bestätigte ich und kniff Tom, der die Idee hatte, in die Seite.
Mit gemeinsamen Kräften zogen wir schließlich die riesen Couch im Wohnzimmer aus. Wir hätten schon auf der normalen Couch genug Platz zum Schlafen gehabt, aber die Jungs wollten es uns so bequem wie möglich machen. Ich kam mir ziemlich wichtig vor.
Ohne das wir gefragt hatten, verschwanden die zwei kurz und tauchten kurz darauf mit zwei T-shirts und Boxershorts auf.
„In Jeans schläft es sich so ungemütlich.“, meinte Bill und schmiss ein T-shirt in Steffis Richtung.
„Dankeschön!“, meinte Steffi und wir sahen die Jungs ungeduldig an, da sie sich noch keinen Millimeter vom Sofa entfernt hatten.
„Was ist?“, fragte Tom scheinheilig.
„Raus hier, oder glaubt ihr wirklich wir ziehen uns vor euren Augen um?“, fragte ich und schmiss einen Polster in Bills Gesicht.
„Tja, einen Versuch war es wert.“, meinte er schulterzuckend und verschwand mit seinem Bruder im Schlepptau.
Währenddessen hielt Steffi eine von den Boxershorts mit spitzen Fingern in die Höhe und betrachtete sie kritisch.
„Ob die benutzt ist?“, fragte sie skeptisch und besah sie sich von allen Seiten.
Lachend streifte ich mir das T-shirt über das Bill dagelassen hatte. Es war so groß das ich mir vorkam wie in einem Zirkuszelt.
„Wenn du deinen Cousins deine Unterhosen präsentieren willst, ist das dein Problem.“, meinte ich schulterzuckend und schlüpfte in eine er zwei Satin Boxershorts, die Gott sei Dank nicht so groß war wie das T-shirt.
Steffi riss die Augen auf und streifte sich die Boxershort über.
„Also das muss ich ihnen auch wieder nicht zeigen, egal wie sehr wir verwandt sind.“, sagte sie schaudernd.
„Seid ihr fertig?“, fragte eine Stimme und es klopfte an der Tür.
„Perfektes Timing.“, murmelte Steffi nachdem sie sich noch rasch das T-shirt übergezogen hatte.
„Kommt rein!“, antwortete ich und die Tür öffnete sich augenblicklich. Mit einem Satz sprangen die ebenfalls umgezogenen Jungs auf das Sofa. Sie landeten so knapp neben mir das ich schon dachte sie würden mich platt walzen.
„Was machen wir jetzt?“, fragte Bill nachdem er sich unter eine Decke gekuschelt hatte. Ich hob eine Augenbraue. Anscheinend hatten die Jungs nicht vor in ihren eigenen Zimmern zu schlafen. Steffi schien dasselbe zu denken wie ich, aber sie zuckte bloß mit den Schultern als ich sie fragend ansah.
„Wenn wir schon im Wohnzimmer sind, lass uns ein Video schauen!“, schlug ich vor und die anderen nickten. Seufzend stand Tom wieder auf und machte sich am Fernseher zu schaffen. Bill schlug die Decke zur Seite und wir legten uns bereitwillig neben ihn, da uns allmählich kalt wurde.
„Denkt jetzt ja nichts unanständiges.“, warnte Steffi ihre Cousins vor. Tom hob beschwichtigend die Hände in die Höhe.
„Wir doch nicht!“, meinte er und ließ sich dann wieder auf dem Sofa fallen.
„Natürlich, weil ihr ja nie so etwas denken würdet!“, erwiderte ich und zwickte dem grinsenden Bill in die Nase.
„Sag mal Burderherz, was hast du jetzt eigentlich für ein Video reingegeben?“, fragte Bill nachdem die Vorschau vorbei war.
„Wirst du gleich sehen.“, antwortete Tom und rang dabei mit Steffi um die letzte Decke.
„Wehe dir wenn du wieder so einen ekelhaften Film ausgesucht hast!“, drohte Steffi atemlos und ließ ihrem Cousin schließlich die Decke. Stolz über seine Errungenschaft legte sich Tom darunter.
„Warum machen wir sowas eigentlich nicht öfters?“, fragte ich nach einiger Zeit, da der Film noch nicht besonders spannend war.
„Was öfters machen?“, fragte Bill, dessen Augen wie hypnotisiert auf den Bildschirm starrten.
„Na, dass wir alle gemeinsam bei irgendwem übernachten.“, antwortete ich.
„Weil meine Eltern nicht gerade sehr erfreut darüber sind wenn sie wüssten das ich gerade mit zwei Jungs in einem Bett liege, egal ob ich mit ihnen verwandt bin oder nicht.“, antwortete Steffi und kuschelte sich, ohne zu fragen unter meine Decke.
„Weil Mum nicht immer ein Auge zu drücken wird was das betrifft.“, meinte Tom nachdenklich.
„War ja nur ein Gedanke.“, sagte ich schulterzuckend, während Steffi sich immer breiter unter der Decke machte.
„Steffi wenn du noch mehr Platz haben willst, sag es und ich steh auf.“, meinte Bill nach einiger Zeit und spuckte eine von Steffis Locken aus, die ihm im Gesicht lagen.
„Keine schlechte Idee.“, erwiderte sie und breitete demonstrativ die Arme aus um uns noch mehr zusammen zuquetschen.
„Ich komm mir vor wie eine Ölsardine.“, murmelte ich und schob mir Toms Dreadlookzopf aus den Augen. Es war merkwürdig das Steffi sich so breit machen konnte, schließlich nahm sie sonst nie so viel Platz ein, das wusste ich.
„Steffi?“, fragte Bill gedämpft, da er dank seiner Cousine gegen die Wand gepresst wurde.
„Hmm?“, erwiderte sie genussvoll und rekelte sich noch mehr.
„Wenn du nicht bald mehr Platz machst, schläfst du draußen mit Teo in der Hundehütte.“, drohte er ihr. Augenblicklich konnte ich mich wieder umdrehen. Steffi hatte nicht nur schreckliche Angst vor Hunden, sondern auch noch eine Tierhaarallergie.
„Dankeschön.“, meinte Bill, jetzt wieder in normaler Lautstärke.
„Aber die Decke behalt ich.“, maulte Steffi und zog mir den restlichen Fetzen Decke weg. Schulterzuckend richtete ich meinen Blick wieder auf den Bildschirm. Das hätte ich jedoch nicht tun sollen, da in dem Film gerade wieder Köpfe flogen. Ich rollte meine Augen zur Decke, aber mir entging nicht die Begeisterung mit der Bill und Tom am Fernseher hingen. „Was findet ihr an solchen Filmen eigentlich so interessant?“, fragte ich genervt. Egal was ich machte, ich konnte solche Filme einfach nicht ausstehen. Wenn Blut spritzte, Köpfe und andere Gliedmaßen am Boden rollten und sich alle gegenseitig umbrachten, drehte sich mir mein Magen um.
„Wenn’s dir zu eklig wird, schau einfach nicht hin.“, meinte Bill verständnisvoll.
„Dann muss ich ja beim ganzen Film die Augen zu machen.“, erwiderte ich sarkastisch.
„So schlimm ist er auch wieder nicht.“, sagte Tom und lachte als ich demonstrativ die Augen schloss.
Steffi dagegen gefiel der Film aber auch nicht, was sie auch lautstark bemerkte. Das liebte ich so an ihr. Was es auch war, sie sagte immer was sie dachte, egal ob sie sich dabei Freunde oder Feinde machte.
„Kann man dich irgendwie abschalten?“, fragte Bill genervt und Tom drückte Steffi ein Kissen aufs Gesicht, woraufhin sie einen Empörungsschrei machte.
„Glaub mir, ich hab es oft versucht, es funktioniert nicht.“, meinte ich lachend und versuchte meine Freundin aus den Fängen des Bösen, sowie sie Tom und das Kissen anschrie, zu befreien. Leider hatten die Zwillinge nicht vergessen das ich wahnsinnig kitzlig war. Während Tom weiterhin Steffi bearbeitete, kitzelte Bill mich beinahe zu Tode. Es war einfach schrecklich das Zwillinge immer dasselbe dachten. Schon nach kurzer Zeit entbrannte eine wilde Kitzel- und Polsterschlacht, wobei die Jungs leider im Vorteil waren.
„Erbarmen, Erbarmen!“, japste ich atemlos und prügelte auf den schwarzroten Kopf über mir ein. Nach einiger Zeit hörte Bill tatsächlich mit seiner Folter auf, gerade als ich das Gefühl hatte keine Luft mehr zu bekommen. Keuchend lehnte ich meinen Kopf zurück. Plötzlich stupste mich jemand an. Neugierig drehte ich mich um und blickte in Steffis hochrotes Gesicht. Ich hatte gar nicht gemerkt das ich auf ihr lag. Schnell rollte ich mich zur Seite.
„Danke“, meinte sie und hielt sich eine Hand an die Kehle. Als ob ich so schwer wäre!
Pingelig zog ich an dem T-shirt, damit es auch nicht mehr zeigte als es sollte.
„Was hast du denn da gemacht?“, fragte Bill und drückte dabei auf den riesen blauen Fleck auf meinem Arm. Ich stieß seine Hand beiseite, da der Fleck bei Berührungen immer noch schrecklich weh tat.
„Ach nichts besonders. Bin wo angelaufen, ihr kennt mich ja.“, log ich und lächelte unschuldig.
„Genau, unsere schusselige, kleine Verena.“, meinte Tom und grinste wie ein Lausbub.
So klein war ich auch wieder nicht!
Empört warf ich ein Kissen in seine Richtung, traf ihn aber nicht. Meine Wurftechnik ließ zu wünschen übrig. Steffi nahm das Kissen und fragte mit Engelsmiene: „Darf ich?“
Ich nickte bestätigend und sie schlug damit in Toms grinsende Visage.
„Merci Cherie.“, meinte ich und schlug in Steffis erhobene Hand ein.
Wie so oft wurde mir wieder klar das ich in Bill, Tom und Steffi meine richtige Familie sah, da ich ja sonst keine hatte.
_________________
Warum weinen...
wenn der Schmerz eh vergeht?
Warum lachen.....
Wenn die nächste Sekunde trauig wird:
Warum Leben...wenn man sterben will?
Warum Lieben..
wenn die Liebe sowieso vergeht?
Warum fragen...
wenn es keine Antwort gibt?!


Glaub mir, ohne dich werd ich sterben,
werde nie mehr lachen,
nie mehr glücklich sein.....
Unsere Herzen wurden eins,
und ohne dich stirbt meins

:'( Liebz meine aller liebsten Schnukkels:-*
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BeitragVerfasst am: 13.05.2007 11:56    Titel:


huhu...

also ich kenn die ff noch nicht...

klinggt aber bis jetz voll schön...

aber wenn an der ff schon seit über einem jah nich mehr geschrieben wurde heißt das da das es kein vernünftiges ende gibt???
oder gibt es ein happy end???

naja bis zum ende is ja hoffentlich noch gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel zeit...^^

schreib bitte schnell weiter (oder sollte ich da sagen...stell bitte schnell neue teile reinb!?^^) *verwirt bins*

naja...freu mich wenns weiter geht

*tomstear*

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Twincest 4ever....

"Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen...
ich lächelte und war froh und es kam schlimmer!"^^

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BeitragVerfasst am: 16.05.2007 14:16    Titel:


okay...
hallo???

also ich will doch nich hoffen das es jetz hier ni weiter geht???

find das pitel nämlich total schön...

bitte weiter...

*tomstear*

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Anmeldungsdatum: 11.05.2007
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BeitragVerfasst am: 22.05.2007 14:52    Titel:


Hey
Sorry dass ich net mehr geschriebn/reingesetzt habe...Hatte in letzter Zeit einfach keine Zeit...Tut mir wierklich leid. Ichhoffe ihr seit nicht sauer..hier kommt auch shcon dirket der nächste Eintrag...:
Kapitel 2

„Und denkt daran, erst wenn wir das Licht aufdrehen!“, schärfte ich Gustav erneut ein, der am anderen Ende der Leitung saß und wahrscheinlich schon ziemlich genervt war, da ich im das jetzt schon zum mindestens fünften Mal erklärte.
„Hab verstanden Big Boss.“, erwiderte er und legte auf.
Heute war der zweite September, der große Show down hatte schon begonnen. Steffi und ich hatten alles bis aufs kleinste Detail geplant. Von den Gästen bis zur Musik, alles hatte seinen Platz. Der Stiefvater der zwei und Frau Kaulitz hatten uns das Haus auch vertrauensvoll bis zum nächsten Abend überlassen.
Manchmal wünschte ich mir auch gern so verständnisvolle Eltern.
Selbst die Tante, bei der Bill und Tom zu Besuch waren, hatten wir in unsere Pläne eingeweiht. Damit sie die Jungs überredete noch ein paar Tage länger bei ihr zu bleiben und sie dann „rein zufällig“ einen Tag nach ihren Geburtstag wieder zurückschickte. Die Tatsache, dass die Jungs ziemlich außerhalb des Dorfes wohnten und in ihrer unmittelbarer Nähe nur zwei Häuser standen, machte uns keine großen Probleme mit den Nachbarn.
Natürlich holten Steffi und ich die zwei vom Bahnhof ab, wohin wir gerade auf dem Weg waren. Etwas nervös gab ich ihr das Handy zurück, das sie in ihre Jackentasche verstaute. Unter unseren Jacken trugen wir bereits die Partyoutfits und Steffi fror schon etwas mit dem bauchfreien Top und dem Rock. In weiser Voraussicht, da ich den Wetterbericht gesehen hatte, hatte ich mir bloß meine Lieblingsjeans und ein, meiner Meinung nach etwas zu gewagtes Top angezogen.
„Tu so als wäre alles normal und mach sie vor allem nicht sauer.“, erinnerte Steffi mich an unsere angebliche Unwissenheit, als der Zug eintraf. Sie wusste von meinen nicht vorhandenen schauspielerischen Talenten.
„Wird schon schief gehen.“, erwiderte ich zuversichtlich und winkte Tom und Bill zu, die auf den Gleis traten und uns entgegen kamen. Wie immer auf Reisen trug Tom eine seiner heißgeliebten Baseballcaps und Bill war trotz der langen Zugfahrt perfekt gestylt. Bill ging nie aus dem Haus ohne sich vorher ausgiebig zu stylen. Seine Eitelkeit erlaubte ihm das nicht. Aber auch Tom neigte zur Eitelkeit was seine Dreads anging.
Als sie näher kamen, fiel mir etwas an ihm auf. Ich blinzelte, einmal, zweimal. Aber ich hatte tatsächlich keine Halluzinationen.
Schockiert trat ich näher. Aber Steffi kam mir zuvor.
„Was hast du denn mit deinen Haaren gemacht?“, fragte sie Bill mit aufgerissenen Augen. Der fuhr sich grinsend mit der Hand durch die schwarzen Zotteln. Anstatt der früher schwarz-rot-violett gefärbten Haare, hatte er jetzt nur mehr auf schwarz gesetzt und einen neuen Haarschnitt hatte er ebenfalls. Ein dicke Strähne hing ihm, mit einer Menge Gel, Wachs und Haarspray bearbeitet, ins Gesicht und der Rest stand in Stacheln ab. Nachdem ersten Schock wurde mir klar, dass er so eigentlich viel besser aussah.
Um die etwas verpatzte Begrüßung zu überspielen, fielen Steffi und ich wie auf Kommando um den Hals der Jungs.
„So was nenne ich eher eine herzliche Begrüßung.“, meinte Tom schmunzelnd als Steffi ihn wieder los ließ und sie und ich Plätze tauschten.
„Schön das ihr wieder da seit.“, stellte ich fest und Steffi stimmte mir zu.
Tom und Bill schulterten ihre Rucksäcke und wir gingen, wie immer in eine Gespräch vertieft, Richtung Bushaltestelle. Die Jungs hatten mir wirklich gefehlt, niemand hatte einen so skurrilen Humor wie die zwei und außerdem konnte es alleine mit Steffi manchmal ziemlich langweilig sein, obwohl ich das nie zugeben würde.
„Habt ihr sonst nichts zu meinen Haaren zu sagen?“, fragte Bill, der ein bisschen enttäuscht über unsere Reaktion war.
„Doch. Warn uns das nächste Mal vor.“, antwortete Steffi mit ihrer gewohnten Direktheit. Ich grinste. Der Rat war nicht schlecht, es war wirklich ein Schock gewesen, obwohl ich ihn mir schon jetzt nicht mehr mit einer anderen Haarfarbe vorstellen konnte.
„Sieht gar nicht mal so schlecht aus.“, beschwichtigte ich Bill schnell. Wie gesagt konnte er manchmal schrecklich eitel sein und ich wollte nicht, dass er wieder einen seiner Eitelkeitsanfälle bekam. Dann wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen! Mit einem vielsagenden Blick erinnerte ich Steffi daran was sie mir vorhin eingeschärft hatte.
Über einen Witz lachend, den Tom in Berlin gehört hatte, gingen wir in das Haus der Zwillinge. Zuerst waren sie ziemlich verwirrt weil wir mitkamen, aber wir meinten als Ausrede das Steffis Mutter etwas von ihrer Schwester, also Frau Kaulitz, brauchte. Unser Alibi war so wasserdicht das selbst die Zwillinge es nicht durchschauten.
„Was ist denn hier los?“, fragte Bill als er in das stockdunkle Wohnzimmer trat. Wir hatten die Jalousien hinuntergelassen und jede Lichtquelle verdunkelt oder ausgeschaltet.
Es war beinahe wie in einer Filmszene.
Wie besprochen machte Steffi das Licht an, nachdem ich die Jungs in den Raum geschubst hatte.
„Überraschung!“, brüllte es von überall her.
Ungläubig rissen Tom und Bill ihre Münder auf und starrten baff durch die Gegend. Wir hatten alle Möbel entweder zur Seite geschoben oder weggeschafft und stattdessen Stehpulte, ein Buffet und ein Haufen Dekoration aufgebaut, für das wir insgesamt beinahe zwei Tage brauchten. All ihre Freunde standen im Raum, mit Bechern in der Hand und lachten über die verdutzten Gesichter die Bill und Tom machten.
Mindestens genauso ungläubig wie die Zwillinge waren Steffi und ich. Wir hätten nie gedacht, dass alles so glatt gehen würde. Die zwei hatten keinen einzigen Verdacht geschöpft, als hätten sie ihren eigenen Geburtstag vergessen.
„Herzlichen Glückwunsch ihr zwei.“, rief Steffi, über das ganze Gesicht strahlend und umarmte zuerst Bill und dann Tom, die immer noch nicht genau wussten was mit ihnen eigentlich geschah.
„Alles Gute zum vierzehnten.“, sagte ich, als ich an der Reihe war.
„Habt ihr das alles organisiert?“, fragte Tom, der langsam wieder zu sich kam.
„Na klar, denkst du etwa das andere Menschen die euch gut kennen so etwas für euch machen würden?“, fragte Steffi und lachte über ihren eigenen Scherz.
„Wie heißt das noch mal? Gute Freunde nennt man die Menschen, die zu dir stehen obwohl sie dich kennen.“, philosophierte Bill und sah uns mit seinen braunen Augen nach Beifall heischend an.
„Ist das diese bekannte Weisheit die man mit 14 bekommt?“, fragte ich Steffi die mit einem gespielt unwissenden Gesichtsausdruck mit den Schultern zuckte.
„Das kann ich nicht sagen, schließlich bin ich noch zu jung.“, meinte sie und lachte mit mir.
Eigentlich war Steffis Kommentar gar nicht so lustig, aber es tat gut wieder ausgiebig zu lachen. Wir hatten die letzten paar Tage so viel Stress wegen der Party das wir gar nicht einmal an lachen denken konnten.
„Danke ihr zwei!“, sagte Bill freudestrahlend nach unserem Lachanfall und umarmte uns spontan noch einmal.
Danach sahen wir die Jungs länger nicht mehr, da alle Gäste ihre Glückwünsche aussprachen wollten. Uns war das nur Recht und wir machten es uns an einen der vielen geborgten Stehpulte gemütlich.
„Hätte nicht gedacht das alles so gut läuft.“, meinte ich zu Steffi und knabberte an einem Strohhalm herum.
„Lob den Tag lieber nicht vor dem Abend. Wer weiß was noch alles passieren kann!“, erwiderte Steffi und sah mich mit einer verschwörerisch erhobenen Augenbraue an.
„Na, fertig mit dem Glückwunschkarten einsammeln?“, fragte sie die Jungs, die plötzlich hinter mir aufgetaucht waren.
„Ja. Das wird bestimmt gutes Heizmaterial im Winter.“, antwortete Tom grinsend und stellte sich zwischen uns. Bill trat ebenfalls zu uns, einen Arm locker um Lindas Hüfte gelegt.
„Wollt ihr was trinken?“, fragte er nachdem er merkte, dass unsere Flaschen leer waren.
„Etwas von der Bowle wäre nicht schlecht.“, antwortete Steffi und sah Bill mit ihrem berühmten Dackelblick an.
„Bin schon unterwegs.“, meinte er seufzend und ließ Linda los, die ihm nachsah als würde er nach Neuseeland auswandern.
„Also eigentlich sollte man das Geburtstagskind an seiner Geburtstagsparty verwöhnen.“, warf Tom ein, als sein Bruder schon außer Hörweite war.
„Solange du nichts machen musst ist es dir eh egal.“, meinte ich grinsend und er nickte.
„Ach, ist Bill nicht süß? Und mit den schwarzen Haaren erst!“, sagte Linda nach einiger Zeit, theatralisch seufzend.
Ich trat Steffi gegen das Schienbein, da ich den schnippigen Kommentar der ihr auf der Zunge brannte, förmlich riechen konnte. Sie warf mir einen beleidigten Blick zu, sagte aber nichts.
Kurze Zeit später traf Bill mit fünf Bechern Bowle in den Händen auf. Es war verblüffend das er so viele Becher mit zwei Händen tragen konnte. Dankbar nahmen wir alle einen Becher und prosteten uns zu.
„Auf unsere vierzehnjährigen Geburtstagskinder“, begann Steffi mit unserem einstudierten Spruch und hob dabei den Becher.
„Auf das sie immer das bekommen was sie wollen und lieben“, sprach ich weiter.
„und auf das sie irgendwann einmal berühmt werden, massenhaft Kohle verdienen und uns dann das Geld für die Party zurückzahlen können.“, sagte Steffi grinsend. Wir hatten gar nicht bemerkt, dass uns alle zuhörten, wir merkten es erst als rundherum Gelächter ausbrach.
„Auf Bill und Tom!“, rief ich und wir prosteten uns erneut zu.
Überall im Raum hörte man ein Echo meiner letzten Worte und alle tranken auf das Wohl der Zwillinge. Die Jungs waren sichtlich gerührt und Tom legte nach einem großen Schluck seine Arme um unsere Schultern und drückte uns je einen Kuss auf die Wange. Sein Lippenpiercing kitzelte dabei und ich musste mir ein Kichern verkneifen.
„Das ist der tollste Geburtstag den ich je hatte.“, meinte er strahlend und nahm seinen Becher wieder in die Hand.
„Also die Bowle schmeckt irgendwie komisch.“, meinte Linda nach einigen Schlucken und roch skeptisch an dem Becher. Ich gab ihr recht, obwohl mir der Geschmack irgendwie merkwürdig vertraut vorkam.
„Aber sie ist trotzdem nicht schlecht.“, sprach sie weiter und leerte den Becher.
Wie durch Gedankenübertragung kamen Georg und Gustav zu uns und brachten Nachschub.
„Manchmal könnte ich euch zwei wirklich knutschen.“, meinte Steffi und nahm sich einen neuen Becher. Georg warf ihr einen zweifelnden Blick zu und Gustav grinste wie ein Honigkuchenpferd.
„Nehmt das jetzt bitte nicht wörtlich.“, fügte sie schnell hinzu, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Nach erneutem zuprosten, tranken wir weiter und mit jedem Schluck wurde die Wärme und Geborgenheit in mir stärker.
Die DJane, die wir aufgetrieben hatten, legte plötzlich Nirvanas „Smells like teen spirit“ auf. Ohne zu fragen zerrte Tom mich in die Mitte des Raumes, den wir als Tanzfläche vorgesehen hatten. Kaum waren wir dort angekommen, tauchte Bill mit Linda auf und Steffi hatte spontan Gustav und Georg mitgenommen. Uns war egal, dass wir die einzigen Tänzer waren und dass wir wahrscheinlich ziemlich lächerlich aussahen. Wir bewegten uns zur Musik ohne dabei nachzudenken. Kurze Zeit später kamen auch andere Leute dazu und schon bald war die Tanzfläche rappelvoll, aber ich schenkte den anderen Leuten keine Beachtung. Ohne es zu merken wurden meine zuerst ungelenken Bewegungen langsam fließender und Tom versuchte so gut wie möglich mitzuhalten. Erst jetzt fielen mir seine glasigen Augen und geröteten Wangen auf, aber ich dachte mir nichts dabei. Neben mir tanzte Linda mit ihrem mikroskopisch kurzen Rock ausgelassen mit Bill, der sichtlich begeistert von ihrem Hüftschwung war. Auch Georg und Gustav freuten sich darüber das Steffi eine sehr heiße Sohle aufs Paket legte.
Ausgerechnet jetzt musste der Song zu Ende sein und die DJane legte eine dieser bekannten Schnulzen auf. Linda fiel Bill sofort um den Hals und die zwei wippten, sich verliebt in die Augen sehend, hin und her. Mit den dreien hinter Tom war das schon sichtlich komplizierter. Kurzerhand legte Georg Steffi seine Arme um die Hüfte, während Gustav dasselbe machte, nur von hinten. Sie sahen aus wie ein Sandwich und bei diesem Vergleich musste ich lächeln.
Plötzlich spürte ich zwei Hände auf meinen Rücken, die mich vorsichtig, aber bestimmt näherzogen. Erschrocken, da ich Tom vollkommen vergessen hatte, sah ich ihm wieder ins Gesicht. Seine glasigen Augen sahen mich so lange an, bis ich dachte seinem Blick nicht mehr länger standhalten zu können. Ich wusste nicht wirklich was ich tun sollte, die Welt um mich herum verschwamm. Vorsichtig legte ich meine Hände in seinen Nacken und legte meine Stirn an seine Schulter, da mein Kopf immer schwerer wurde und alle anderen das auch machten. Entspannt schloss ich die Augen und ließ mich führen. Ich konnte den Bass hören, oder war es doch Toms Herzschlag? Merkwürdig und verwirrt kam ich mir schon ein wenig vor, wie wir, so nahe wie noch nie zuvor, hin und her tapsten. Die Welt war für einen kurzen Augenblick vollkommen und ich kam mir vor als würde ich schweben. Etwas zu früh für meinen Geschmack hörte der Song schließlich auf. Ich war so müde, dass ich meinen Kopf am liebsten keinen Millimeter von Toms Schulter weg bewegen wollte, aber ich hob ihn trotzdem. Kurz drehte sich alles und ich hielt mich an Tom fest bis die Welt wieder gerade stand. Den kurzen Schindelanfall schob ich auf das ständige drehen während dem Tanzen. Gemeinsam gingen wir schließlich alle wieder zu einem der Stehpulte.
„Bowle?“, fragte Gustav und ohne auf eine Antwort abzuwarten stellte er schon wieder neue Becher auf den Tisch. Ohne nachzudenken griff ich mir einen und leerte ihn in einem Zug. Das Gefühl etwas vergessen zu haben wurde immer stärker, aber egal wie sehr ich auch nachdachte, mir fiel nicht ein was. Danach reichte ich Steffi, die mit ihrem ganzen Körpergewicht an mich gelehnt war, auch einen Becher, den sie willenlos trank.
„Und wie fühlt es sich an wenn man vierzehn ist?“, fragte sie mit schleppender Zunge.
„Natürlich viel erwachsener und erhabener.“, meinte Bill.
„Na dann bin ich froh das ich noch nicht vierzehn bin.“, sagte ich nach einiger Zeit und nahm mir erneut einen Becher Bowle. Mir kam der Geschmack so bekannt und vertraut vor, das ich mich am liebsten in den Becher verkriechen wollte.
Nach einiger Zeit wurde Steffi so schwer, dass ich sie an Georg, der zufällig neben uns stand, weiter reichte. Diese legte ihre Hände in seinen Nacken und es sah so aus als würde sie eine Zeit lang in dieser Position verweilen. Ich warf einen Blick durch die Gegend. Die meisten Leute waren schon gegangen, ich hätte nicht gedacht, dass schon so viel Zeit vergangen war.
Währenddessen flocht ein mir unbekanntes Mädchen mit schwarzen, kurzen Haaren, einige von den heruntergefallenen Girlanden in Toms Dreadlooks. Er grinste dabei selig und setzte dem Mädchen danach seine Kappe auf. Nach kurzer Zeit verschwanden die zwei. Bill und Linda folgten kurz darauf.
„Was machen die denn?“, fragte Gustav, der ihnen mit glasigen Augen nachsah.
„Willst du das wirklich wissen?“, entgegnete Georg, der einen Arm um Steffi gelegt hatte.
„Nein nicht wirklich.“, meinte Gustav nach einigem überlegen.
„Gut so.“, lobte ich und tätschelte ihm dabei die Schulter.



Langsam öffnete ich meine Augen einen spaltbreit, schloss sie aber, wegen dem schrecklich grellen Licht, sofort wieder. Nach einiger Zeit versuchte ich es erneut. Das Licht war zwar noch grell aber nicht mehr so schlimm wie vorhin. Mit den Augen starrte ich auf die kalte, weiße Decke. Ich strich mir eine braune Haarsträhne aus dem Gesicht, was ich lieber nicht hätte tun sollen. Denn bei dieser Bewegung brachen die schrecklichsten Kopfschmerzen meines Lebens aus. Mir war so schlecht wie noch nie in meinem Leben.
Meine Hände gegen die pochende Stirn gepresst, blieb ich liegen, wo auch immer ich gerade lag. Wie in Zeitlupe richtete ich mich nach einer Weile auf und sah mich, mit langsamen Bewegungen um. Anscheinend lag ich auf dem Sofa, das wir an die Wand geschoben hatten. Als ich mich ganz aufsetzte, explodierte mein Kopf aufs Neue.
Was zum Donnerwetter war hier passiert?
Fast alle Stehpulte waren umgekippt, die Becher, Gläser und Flaschen waren, zerbrochen oder noch heil, irgendwohin geschmissen worden und die Dekorationen lagen willkürlich verstreut auf dem Boden. Aber nicht nur Girlanden und Luftschlangen zierten den Boden. Hier und dort konnte man jemanden von uns schlafend auf dem Boden liegen sehen. Anscheinend war ich die einzige die so klug war und sich auf das Sofa gelegt hatte. Dort, an die Wand gelehnt, saß Gustav und ließ den Kopf hängen. Seine Kappe, die er normalerweise nie runtergab, lag unter der umgekippten Bowleschüssel. Nur wenige Meter neben ihm lagen Steffi und Georg, merkwürdig ineinander verknotet. Tom lag in der Mitte des Raumes, ein schwarzhaariges Mädchen hatte ihren Kopf auf seine Brust gebettet. Bill und Linda konnte ich nirgendwo entdecken.
Hätte ich nicht so schreckliche Kopfschmerzen und das dringende Gefühl mich zu übergeben, würde ich wahrscheinlich eine Kamera holen und alle fotografieren.
Ich versuchte mich daran zu erinnern was gestern passiert war, aber ich hatte keinen blassen Schimmer. Mein Kopf war wie leergefegt. Bloß die Schmerzen sagten mir, dass überhaupt noch etwas nach meinem Hals kam.
Stöhnend ließ ich mich wieder zurückfallen. Leider zu schnell. Vor meinen Augen tanzten Sterne und meinen Kopf konnte ich sowieso vergessen.
Mit dem letzten Funken Selbstbeherrschung, tappte ich schwankend zur Toilette, wo ich mich schließlich geräuschvoll übergab. Nach einiger Zeit wusch ich mir das Gesicht und ging langsam wieder in das Wohnzimmer zurück, wo ich mich erneut auf das Sofa schmiss. Ich wollte nur mehr schlafen um meinen Kopfschmerzen zu entfliehen. Leider machten mir gerade diese Schmerzen das einschlafen unmöglich. Also lag ich wach auf dem Sofa, darauf bedacht mich so wenig wie möglich zu bewegen, da jede Bewegung eine neue Schmerzwelle in mir bereitete.
Woher kamen diese verfluchten Kopfschmerzen?
„Autsch. Aua!“, jammerte plötzlich jemand.
Neugierig und vor allem langsam richtete ich mich auf. Vor dem Sofa, an die Wand gelehnt, saß Bill und in seinen Armen lag Linda, die beide langsam zu sich kamen. Bill hatte die Hände gegen seinen Kopf gepresst und sah sich, so vorsichtig wie ich vorhin, um. Sein Kajal war in breiten Streifen über sein gesamtes Gesicht verschmiert. Er sah aus wie eine Haloweenmaske.
Linda öffnete vorsichtig die Augen und hielt sich schützend eine Hand vor die Augen, um sie vor dem Licht zu schützen.
„Verdammt was ist denn hier los?“, fragte Bill matt und ließ sich wieder zurücksinken.
„Ah, Bitte nicht so laut.“, meinte ich mit krächzender Stimme.
„Müsst ihr hier alle so schreien?“, fragte Steffi müde und kuschelte sich wieder an Georg. Daraufhin hätte ich am liebsten die Stirn gerunzelt, aber das ließ ich lieber bleiben.
Wir rollten alle herum und jammerten über unsere Kopfschmerzen und Übelkeit. Dennoch schien es niemanden außer mir so schlecht zu gehen. dass er sich übergeben musste.
Dem schwarzhaarige Mädchen, das bei Tom gelegen hatte, schien es am besten zu gehen.
Sie stand nach einiger Zeit auf und holte uns allen etwas zu trinken. Obwohl ich das Gefühl hatte nie wieder etwas trinken zu können, nahm ich ihr das Glas ab.
„Danke, ähm...“, erst jetzt fiel mir ein, dass ich ihren Namen entweder vergessen hatte oder sie ihn noch gar nicht genannt hatte.
„Nicole.“, half sie mir lächelnd. Bewundernd bemerkte ich, dass sie anscheinend keine Kopfschmerzen hatte. Am liebsten würde ich mit ihr tauschen.
„Jungs habt ihr irgendwo Aspirin?“, fragte ich, meine Schläfen massierend und stellte das Glas neben mir auf den Boden.
„Im Bad.“, meinte Tom stöhnend und schmiss sich neben mir auf das Sofa. Bill und Linda gesellten sich ebenfalls zu uns.
„Oh man, ich komm mir vor als hätte mich ein Lastwagen überfahren.“ stöhnte Linda.
„Du sagst es.“, stimmte Georg zu, der immer noch auf dem Boden neben Steffi lag.
Nicole reichte uns allen ein Glas mit sprudelndem Inhalt.
„Willst du uns vergiften?“, fragte Steffi skeptisch.
„Das ist Aspirin.“, erwiderte sie kalt.
„Na dann.“ Den kalten Ton von Nicole ignorierend, oder gar nicht bemerkend schüttete Steffi den Inhalt des Glases in sich hinein.
„Hoffentlich hilft das Zeug.“, seufzte Tom und trank es aus.
„Habt ihr eine Ahnung warum wir alle so scheiß Kopfschmerzen haben?“, fragte Bill, nachdem er sein Glas Aspirin geleert hatte.
„Keinen blassen Schimmer.“, antwortete ich schulterzuckend und legte meinen vor Schmerz dröhnenden Kopf auf Lindas Schulter.
„Hey, ich hab da was gefunden.“, meinte Nicole und reichte uns einen Zettel.
„Der war an der Tür befestigt.“
Neugierig nahm ich den Zettel und fing an zu lesen.

So eine alkoholfreie Bowle ist nicht gerade ein Stimmungsheber, also habe ich etwas nachgeholfen. Viel Spaß mit dem Kater!
gezeichnet X

Fassungslos starrte ich auf den Zettel. Ich wusste nicht ob ich lachen oder schockiert sein sollte, aber ich entschied mich für grinsen, da mein Schädel ein lautstarkes lachen wahrscheinlich nicht aushalten würde.
„Was ist denn los?“, fragte Tom, der den Zettel noch nicht gelesen hatte.
„Was los ist? Ich sag euch was los ist! Wir waren gestern sturzbesoffen. Irgendjemand hat Alkohol in die Bowle geschüttet!“, erklärte ich, die Kopfschmerzen ignorierend. Verbittert fiel mir ein warum mir die Bowle so unendlich vertraut vorkam.
Gedanklich zählte ich meine Becher vom Vorabend durch, aber ab dem zweiten Glas wurde es zuerst verschwommen und dann vollkommen schwarz in meinen Erinnerungen.
„WAS?“, brüllten alle gleichzeitig.
„Nicht so laut!“, jammerte Steffi und presste sich die Hände gegen die Ohren.
„Deswegen hab ich einen Filmriss.“, meinte Bill, der seine Betrunkenheit einfach locker hinnahm.
„Keine Sorge, da bist du nicht der einzige.“, antwortete Gustav stöhnend, der damit endlich ein Lebenszeichen von sich gab.
Allmählich begannen die Tabletten zu wirken und ich konnte mich wieder bewegen ohne dabei zu glauben, dass mein Kopf explodierte.
„Ihr seit euch aber schon im Klaren das wir noch aufräumen müssen?“, fragte ich als ich wieder einen Blick durch den Raum geworfen hatte. Anfangs hatte ich gar nicht gemerkt, dass der Ausfall der Katastrophe noch größer war als ich zuerst dachte.
„Das ist nicht dein ernst?“, fragte Tom frustriert.
„Wenn du willst, dass deine Mum dieses Chaos sieht, ist das dein Problem. Ich möchte dabei nicht in ihrer Nähe sein.“
„Ach, das ist bei uns nicht so tragisch.“, meinte er daraufhin schulterzuckend
„Trotzdem, wir haben versprochen, dass wir das Haus in einem akzeptablen Zustand wieder verlassen. Außerdem bist du bloß zu faul.“, stellte ich fest und schlug ihm mit der flachen Hand aufs Knie, woraufhin Nicole mich finster anblickte, was ich aber nicht bemerkte.
Voller Enthusiasmus, da die Kopfschmerzen allmählich verblassten, sprang ich auf und teilte die Arbeiten ein. Zuerst machte ich aber alle Fenster auf und ließ die frische, aber kalte Luft rein.
Anfangs murrten alle, aber nachdem Steffi die Stereoanlage einschaltete, kam wieder etwas Leben in die Bude. Ein Song von Natural dröhnte aus den Boxen.
„Oh man, wenn wir einmal so werden wie diese Boybands erschlägt mich bitte.“, sagte Bill stöhnend und stand langsam auf.
„Ach, warum wollen wir das nicht vorverlegen?“, fragte Linda und schlug ihm lachend auf den Hintern.
Schließlich bewaffneten wir Mädels uns mit Putzfetzen und Müllsäcken, während die Jungs Gläser, Flaschen und Schüsseln in die Küche transportierten und in den Geschirrspüler stellten. Dabei zerbrach natürlich einiges.
„Kann man euch denn nicht fünf Minuten alleine lassen, ohne das ihr etwas kaputt macht?“, fragte Steffi genervt, als erneut ein Glas in die Brüche ging. Sie war nicht besonders gut gelaunt.
Insgesamt brauchten wir drei Stunden. Das schwierigste war, als wir die Möbel wieder an die richtige Position bringen wollten, was nach einer zweiten Infusion Aspirin und mit vereinten Kräften auch einfacher ging.
Erschöpft schmiss ich mich wieder auf die Couch.
„Ich könnte jetzt drei Tage durchschlafen.“, meinte ich und hielt meinen wieder schrecklich schmerzenden Kopf.
„Nur? Also ich glaube ich könnte jetzt eine Woche pennen.“, erwiderte Gustav und setzte sich in einen der riesigen Sesseln.
„Wo hast du eigentlich deine Kappe gelassen?“, fragte Bill und setzte sich vor uns auf dem Boden.
„Die ist im Eimer. Irgendjemand hat sie in der Bowle ertränkt.“
„Na, bei solchen Vorbildern.“, meinte Nicole, warf uns einen vielsagenden Blick zu und nahm auf Toms Schoß Platz. Normalerweise hätte ich darüber gelacht, aber sie hatte es ohne jegliche Spur von Sarkasmus oder Humor gesagt. Auch verwunderte mich, dass sie einfach so auf Tom Platz nahm. Hatte ich da gestern irgendetwas Wichtiges verpasst? Tom schien sich dasselbe zu fragen, denn er sah sie etwas skeptisch an, legte dann aber nach kurzem Überlegen seine Hand um ihre Hüfte und zog sie näher an sich heran.
Steffi, die sich neben mir einen Platz erkämpft hatte, verschluckte sich an ihrem Mineralwasser. Geistesabwesend klopfte ich ihr auf den Rücken.
_________________
Warum weinen...
wenn der Schmerz eh vergeht?
Warum lachen.....
Wenn die nächste Sekunde trauig wird:
Warum Leben...wenn man sterben will?
Warum Lieben..
wenn die Liebe sowieso vergeht?
Warum fragen...
wenn es keine Antwort gibt?!


Glaub mir, ohne dich werd ich sterben,
werde nie mehr lachen,
nie mehr glücklich sein.....
Unsere Herzen wurden eins,
und ohne dich stirbt meins

:'( Liebz meine aller liebsten Schnukkels:-*
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*tomstear*



Anmeldungsdatum: 19.11.2006
Beiträge: 944
Wohnort: leider nicht nah genug beim Tom

BeitragVerfasst am: 20.10.2009 12:46    Titel:


wieder nix neues....

*nerv*

warum schreibt denn keiner?!

_________________


Twincest 4ever....

"Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen...
ich lächelte und war froh und es kam schlimmer!"^^

GRÜNDERIN DES "Abhängige Leser von ~*~LEIH MIR DEINE FLÜGEL~*~CLUBS"

Mitglied in TOMS HAREM

Mitglied im :'~ANTI-SOPHIA-CLUB~':

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