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Passion (TC/ Slash)


 

   Passion (TC/ Slash)
   Thema aus der Rubrik -> FF-Archiv
 
Autor

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Silver Moon



Anmeldungsdatum: 02.06.2007
Beiträge: 37
Wohnort: Rheinland-Pfalz

BeitragVerfasst am: 05.06.2007 05:26    Titel: Passion (TC/ Slash)


Autor: Silver Moon

Titel: Passion

Kategorie: Abgeschlossene Kurzgeschichte.

Story: Tom hat eine Affäre mit Bill, doch an irgendeinem Punkt beginnt die Affäre, sich weiterzuentwickeln, tiefer zu werden. Story ist aus der Sicht von Tom geschrieben.

Pairing: Tom x Bill

Warnung: Slash (Liebe zwischen Jungs); Inzest (Twinzest); Lemon

Disclaimer: Auch wenn sämtliche Personen dieser Gesichte real sind, so sind die Handlungen und Beziehungen dennoch frei erfunden.

~~*~~


Im verantwortungsbewussten sexuellen Umgang miteinander gelten nach wie vor die Safer-Sex-Regeln, auch wenn ich dieses Mal auf den Gebrauch von Kondomen innerhalb des Lemons verzichtet habe.


~~*~~



Passion


Hitze, brennend heiße Hitze erfüllt meinen ganzen Körper. Schweiß läuft meinen Körper hinab und ich stöhne, während ich mich vollends gehen lasse. Ich lasse all meinen Gefühlen ihren Lauf, so wahnsinnig sie auch sind. Jede seiner Bewegungen entgegne ich mit meinem Körper und nehme die Lust, welche er in mir weckt, in mich auf. Immer und immer wieder stößt er zu, penetriert mich mit einer Leidenschaft, einer verbotenen Lust, die der meinen entspricht. Unter seinem Rhythmus meine ich zu vergehen und mein Stöhnen wird lauter. Mein Körper, sein Körper, alles verschmilzt, die Realität verschwimmt vor meinen Augen und alles was bleibt, ist diese Hitze. Eine Hitze, die mich einhüllt, und von innen, wie von außen verbrennt.

Wir küssen uns, während unsere Gier sich ihrem Höhepunkt nähert und ich vergesse alles was ich bin, als mein Körper sich aufbäumt und sich jeder Muskel in meinem Körper verkrampft, bevor ich meine Lust auf seinen Bauch ergieße.

Erschöpft breche ich auf ihm zusammen und als mein Kopf auf seiner Brust liegen bleibt, erkenne ich aufgrund seiner Atmung, dass auch er seinen Höhepunkt erreicht hat. Durch und durch befriedigt, bleibe ich so liegen und merke wie der Schlaf mich einholen will. Ich schließe meine Augen und frage mich nur, wie es soweit kommen konnte, bevor die Müdigkeit tatsächlich gesiegt hat.

Ich erwache in der gleichen Position, in der ich eingeschlafen bin und weiß, dass ich nicht lange geschlafen haben kann. Höchstens ein paar Minuten.

Nun, da die erste berauschende Wirkung des Sexes nachgelassen hat, setzt mein Verstand langsam wieder ein. Mir wird bewusst, dass ich gehen sollte, dass ich diesen Moment der Zweisamkeit beenden sollte, bevor es gänzlich zu spät ist und ich Gefühle über den Sex hinaus entwickle, doch seine Hände, die anfangen, erneut über meinen Körper zu wandern setzen dem ein Ende.

Er streichelt mit seinen Händen über meinen Rücken, hinab zu meinem Po und ich merke, wie ich wieder steif werde. Seine Finger tasten nach meinem Anus, der von Gleitgel und seinem Samen feucht ist. Es fühlt sich gut an, wie er mit seinen Fingern dieses feuchte Gemisch weiter verteilt und neckend seine Fingerspitzen in mich taucht und wieder herauszieht. Ich keuche knurrend auf und er grinst mir diabolisch ins Gesicht.

Seine schwarzen Haare liegen wirr um seinen Kopf, sein Make-up von unserem Bandauftritt ist verschmiert und seine Lippen sind geschwollen von unseren Küssen. Ich frage mich, wie er mich schon wieder dazubekommen hat, ihm zu geben, was er möchte, denn eigentlich stehe ich nicht auf Kerle. Ich bin eher dafür bekannt weibliche Fans abzuschleppen, aber bei ihm konnte ich einfach nicht standhaft bleiben. Es waren lockende Worte und zarte Berührungen gewesen, mit denen er mich zum ersten Mal verführt hatte. Berührungen, die sich in mein Gedächtnis gebrannt und mich jedes Mal haben erschaudern lassen, sobald ich ihn sah. Wahrscheinlich hat er deshalb gewonnen, weil ich die Süße der Sünde nicht vergessen konnte.

Er dreht sich mit mir auf dem Bauch herum, so dass ich nun auf dem Rücken liege. Seine Lippen umschließen meine rechte Brustwarze und er saugt daran, bis es schmerzt, und dennoch erregt es mich ungemein. Er merkt es und beißt zu. Ich stöhne gequält auf und sehne mich gleichzeitig nach mehr. Seine Hand findet mein Glied und reibt es hart und fest.

Ich stöhne auf und merke, wie mein Körper unter ihm ganz weich wird und all seinen Forderungen nachgibt. Unwillkürlich greifen meine Hände in sein volles Haar und verkrallen sich daran, während er meinen Körper mit seiner Zunge weiter erkundet, und den frischen Schweiß von meiner Haut leckt. Er ist talentiert ohne Frage, doch ein unbestreitbar lustvoller Aspekt ist die Tatsache, dass er mein Bruder ist - mein Zwillingsbruder.

Es ist verboten was wir tun, und dennoch…

Seine Lippen liebkosen die Innenseite meiner Oberschenkel, und doch vernachlässigt er mein Glied nicht. Nach wie vor führt seine Hand ihren Rhythmus aus und ich frage mich für den Bruchteil einer Sekunde, wie es schafft, mich so geschickt zu verwöhnen, ob es noch andere außer mir gab, doch dann berühren seine Lippen mein pochendes Glied. Mein Denken verschwindet und ich genieße es, wie seine Lippen sanft meinen Schaft entlang küssen, wie er mit seiner Zunge eine heiße Spur auf meiner Erregung zieht. Ich wünsche mir, dass er mich in seinen Mund aufnimmt und als hätte er es gespürt, kommt er meiner stummen Bitte nach. In der feuchten Hitze seines Mundes bekomme ich das Gefühl zu vergehen. Meine Hände suchen nach seinem Kopf und ich greife in sein wundervolles Haar, um ihn noch tiefer auf mich zu drängen. Er wehrt sich nicht, sondern lässt es breiwillig zu, dass ich meinen Samen in ihn ergieße, während mich ein erneuter Orgasmus schüttelt.

Keuchend kommt er wieder zu mir hoch.
„Du schmeckst gut“, sagt er und dann um mir zu zeigen was er meint, küsst er mich und ich kann meinen eigenen Samen auf seinen Lippen schmecken. Er ist etwas bitter und ich kann nicht verstehen, was er dran findet, doch seine Worte erklären es mir. „Ich liebe deinen Geschmack, wie alles an dir. Ich liebe dich, Tom.“
Nun liege ich schwer Atmend neben meinem Bruder, nach absolut verbotenem Sex und höre sein Geständnis, welches ich schon so oft gehört habe, doch irgendwas ist heute anders, denn heute kann ich ihm zum ersten Mal glauben. Selbst als wir zum ersten Mal miteinander geschlafen haben, hatte ich ihm nicht glauben gekonnt. Nein, damals habe ich ihm gegeben was er wollte, weil ich austesten wollte, wie weit er gehen würde, wie weit ich gehen würde und auf diesem Weg habe ich mich zum ersten Mal verloren. Doch heute ist irgendwie alles anders…

„Hör auf damit“, sage ich ihm und er hat mich verstanden.
„Ich kann nicht damit aufhören. Du bedeutest mir alles.“
Sein Gesicht hat einen schmerzlichen Ausdruck angenommen und mir tut es leid, dass ich dieses Thema angesprochen habe. Plötzlich ist er es, der schwach wirkt und ich sehe eine Seite an ihm, die er vor der Öffentlichkeit so gerne versteckt. Wenn wir auftreten, wirkt er immer gutgelaunt und voller Leben, doch hier bei mir lässt er alle Masken fallen. Er spielt nicht länger den starken Bruder, denn in Momenten wie diesen öffnet er sich mir vollständig.
„Aber…“, versuche ich ihm zu erklären, doch mir fallen keine Worte ein, die das Chaos meiner Gefühle beschreiben könnten. Wie soll ich ihm erklären, dass er sich von mir fern halten soll, wenn ich selbst immer wieder seine Nähe suche? Wenn mein Körper nach seinen Berührungen giert und die Erinnerungen so vieler Nächte bereits wie ein helles Stigmata auf meiner Seele leuchten.

Ich sage nicht, dass ich ihn liebe, zumindest nicht auf die gleiche Art, wie er mich, dennoch kann ich nicht leugnen, dass Bill mich gefesselt hat. Doch kann hinter körperlicher Lust tatsächlich wahre Liebe stecken? Ich weiß es nicht. Aber wenn es keine Liebe ist, weshalb gelingt es ihm dann immer und immer wieder mich zu verführen? Mich mit einer Zärtlichkeit zu locken, die in Hitze umschlägt und mich dazu bringt verbrennen zu wollen? Ich sollte mich von ihm fernhalten, ihn tatsächlich von mir stoßen, aber jedes Mal wenn wir miteinander geschlafen haben, hinterlässt er in mir eine stärkere Spur von sich und jedes Mal wird es schwieriger ihn zurückzuweisen.

„Hör auf zu grübeln, Tom“, unterbricht er mich und streichelt mit seiner Hand über meine Wange. Lange sehen wir uns in die Augen und ich kann so viel Gefühl in den seinen lesen. Er beugt sich vor und küsst mich, ganz sanft und keusch auf die Lippen. Was auch immer in ihm vorgeht, seine Zärtlichkeit erreicht ein unbekanntes Level. Wieder küsst er mich sachte und wieder und immer wieder. Seine Lippen sind wie ein Hauch und ich spüre meinen Hunger nach ihm abermals erwachen, doch er neckt mich weiter, bis ich in sein Haar greife und meine Lippen fest auf seine presse. Er keucht und schaut mich mit diesen lustverschleierten, dunklen Augen an, die mich in den Wahnsinn treiben.
„Ich will dich!“, sagt er und ganz automatisch spreize ich meine Schenkel für ihn. „Nein“, schüttelt er den Kopf, „Ich möchte dass du mich fickst“, haucht er und ich sehe ihn verwirrt an.

Bisher war immer ich derjenige, der bei unseren verbotenen Spielen unten lag. Bill hatte immer mich verführt und sich genommen, was er brauchte und ich war bereit gewesen ihm dies zu geben. Aber nun, selbst zu nehmen? Ich hatte Mädchen gehabt. Viele Mädchen, doch jetzt in meinen Bruder zu dringen, erschien mir so ungehörig verlockend, dass ich zögerte.
„Komm schon, Tom, es wird dir gefallen“, lockt er mich weiter und er legt sich auf den Rücken und zieht mich mit. Nun liege ich auf ihm und kann seine harte Erregung an meinen Bauch fühlen. Herausfordernd blickt er mich an. Seine Lippen öffnen sich einen Spalt und er leckt sich mit der Zunge über die Lippen. Wie gebannt folgt mein Blick seiner Zunge. „Denk nicht darüber nach und mach es einfach, Tom.“
„Hast du?“, frage ich ihn.
„Nein, ich will dass du mein Erster bist.“
„Was, wenn ich dir weh tue?“
„Das wirst du nicht.“
„Woher willst du das wissen?“
„Weil ich dich liebe.“

Ich bin erstaunt über sein Vertrauen in meine Person, in seine tiefen Gefühle für mich. Die Aussicht der Erste zu sein, der Bill nimmt, reizt. Aber ich habe noch nie einen Mann genommen und bin unsicher, ob es genauso ist, wie mit einer Frau.
„Tom“, raunt er verführerisch und meine Hemmungen lösen sich in Luft auf. Ich lange nach der Tube mit dem Gleitgeil und verteile das glitschige Gel auf seinem Anus und meinem Glied. Er stöhnt und zappelt ungeduldig. Langsam dringe ich in ihn ein. Er stößt einen erstickten Schrei aus.
„Tue ich dir weh?“
„Nein, es geht schon“, presst er hervor, doch ich merke, dass er lügt. Sein Körper verrät ihn.
„Bill“, sage ich, doch er schüttelt den Kopf.
„Mach weiter!“
Tatsächlich folge ich seiner eindringlichen Bitte und dringe weiter in ihn ein, bis ich mich vollständig in ihm befinde. Wir zittern beide, und ich bin erstaunt über seine Enge. Er ist enger als jedes Mädchen, mit dem ich je geschlafen habe, und es erfüllt mich mit einer tiefen Befriedigung, mit ihm auf diese Art vereint zu sein. Ich hätte niemals gedacht, dass ihn zu nehmen, ebenso überwältigend sein würde, wie wenn er mich nimmt.

„Komm“, keucht er schwer atmend, und lässt seine Muskeln zucken, was mich unglaublich erregt. Nun beginne ich mich langsam in ihm zu bewegen. Es fühlt sich gut an, sehr gut. Sein Körper ist nachgiebig und der Schmerz, der anfangs noch in seinen Augen erkennbar ist, verwandelt sich. Mit jedem Stoß, den ich in ihn dringe verwandelt sich der Schmerz in seinen Augen immer mehr in Lust. Ob ich damals ebenso sinnlich ausgesehen habe, wie Bill jetzt?

Bill schlingt seine Beine um meine Hüfte und ich kann ihn noch tiefer penetrieren. Seine Augen suchen und finden die meine. Wir sehen uns gegenseitig in die Augen und lesen die Gefühle, welche wir bei dieser neuen Spielart haben. Es macht ihn an, ich sehe es und dann küsse ich ihn, heiß und gierig. Immer wieder dringe ich mit langen Stößen in ihn ein und sehe zu, wie seine Lider bei jedem dieser Stöße flackern. Seine Augen werden noch dunkler, bis sie fast schwarz scheinen. Er genießt es, er genießt mich und ich genieße ihn. Mein Rhythmus wird aggressiver und Bills Hände krallen sich in meinen Rücken. Seine Fingernägel bohren sich in meine Haut, doch es macht mir nichts aus, im Gegenteil dieser Schmerz erhöht den Kick der Erregung nur noch mehr. Schwer keuchend küsse ich ihn kurz, und merke wie sich mein Höhepunkt langsam aufbaut. Auch Bill hat inzwischen seine Augen geschlossen. Obwohl wir unseren Part gewechselt haben, agieren wir wie aufeinander eingestellt. Durch das dunkle Rauschen der Lust in meinen Ohren, höre ich Bill meinen Namen stöhnen.

Tom.

Tom.

Tom.

Seine Welt explodiert und als sein Körper unter mir zuckt und bebt, sich in Ekstase vergeht, und seine Muskeln mich fest umkrampfen, komme auch ich laut schreiend.

Ich kann nicht mehr. Total ausgelaugt breche ich auf Bill zusammen, körperlich und geistig bis zur Genüge befriedigt. Mein Herz rast. Irgendwie fühle ich mich bemüht etwas zu sagen.
„Das war Wow“, keuche ich erschöpft.
„Ja, das war es“, sagt er sanft und in seinen Augen hat er wieder jenes Leuchten, welches er immer hat, wenn er mit mir zusammen war. Er sieht so glücklich aus, dass ich unwillkürlich drauf warte, dass er seinen Liebesschwur erneuert, doch Bill sieht mich einfach nur an.
„Was ist“, frage ich ihn, weil er mich verunsichert. Das Gefühl, dass heute alles anderes ist verstärkt sich immer mehr. Aber Bill macht mir nicht den Gefallen und klärt mich auf, sondern küsst mich kurz auf die Lippen und kuschelt sich eng an meine Brust. Irritiert lasse ich es mit mir geschehen und obwohl ich nicht auf Kuscheln nach dem Sex stehe, erlaube ich Bill neben mir zu liegen. Sein Körper strahlt etwas Beruhigendes auf mich aus und ich werde müde, während ich mich total geborgen fühle in seiner Nähe.

„Bill“, murmle ich, „gibt es etwas auf der Welt, das du dir mehr wünscht als alles andere?“ Ich weiß nicht, weshalb ich ihn das frage, aber die Worte wollten aus mir heraus.
„Ich habe schon, was ich mir gewünscht habe.“
Für einen Augenblick setzt mein Herzschlag aus und ich halte die Luft an. Was könnte Bill sich gewünscht haben? Der Drang es zu wissen, bricht aus mir heraus, bevor ich registrieren kann wie groß er ist. „Und was?“
Er ist still und ich bemerke wie seine Hand auf meinem Oberkörper kalt wird. Ich kenne dieses Zeichen. Kalte Finger bekommt Bill nur, wenn er entweder krank ist oder nervös. Doch weshalb sollte Bill nervös werden? Es sei denn seine Antwort hätte mit mir zutun.
„Bill?“, hake ich zaghaft nach.
„Dich, Tom, ich wollte immer nur dich.“ Seine Stimme ist so unglaublich sanft, und doch voller Sehnsucht, die ich nicht begreifen kann. Er hat mich doch. Ich war schon immer an seiner Seite, von Geburt an.
„Aber“, sage ich zum ihm, „du hast mich doch.“

Nun richtet Bill sich auf und schaut mir ins Gesicht. Sein verschwitztes Haar fällt ihm ins Gesicht und feine Schweißtropfen, die sich mit seiner Schminke vermischt haben laufen ihm, wie schwarze Tränen über das Gesicht. Der Blick aus seinen braunen Augen ist plötzlich voller zärtlicher Traurigkeit und als er wieder spricht, ist seine Stimme so leise, dass ich ihn kaum verstehe.
„Nein, das habe ich nicht. Nicht wirklich zumindest.“
„Aber…“
„Schhhhh…“, unterbricht Bill mich und legt mir einen Finger auf die Lippen. „Ich habe nur, was du bereit warst mir zu geben und ich habe mich damit abgefunden, Tom.“
„Was?“, krächze ich.
„Deinen Körper, Tom, du hast mir nur deinen Körper gegeben.“
Bei seinen Worten wird mir schwindlig, während sie wie ein Echo in mir widerhallen. Eine Welle der Verletztheit bricht über mich herein und eine Stimme tief in meinen Eingeweiden schreit laut auf, dass es eine Lüge ist. Ich habe ihm mehr gegeben, als meinen Körper. Ich habe…

Was genau habe ich? Meine Gefühle für ihn kann ich zurzeit selbst nicht begreifen und so lasse ich es zu, wie er ein Lächeln aufsetzt, dass ich schon so oft gesehen haben, ein Lächeln von dem ich nun weiß, dass es falsch ist. Er greift nach seinen Klamotten und zieht ein Teil nach dem anderen an, macht sich bereit zu gehen und ich stehe einfach nur da und sehe ihm stumm zu, während sich in meinem Kopf die Gedanken überschlagen. Während Vernunft gegen Gefühl kämpft.
„Bis morgen“, sagt er und möchte gerade mit seinen Schuhen in der Hand zur Tür gehen, als ich aufspringe und ihn in meine Arme ziehe. „Tom?“
„Ich will nicht, dass du gehst.“
„Sonst soll ich doch auch so schnell wie möglich gehen.“
„Nicht heute“, sage ich. „Bitte.“
Sein Nachgeben kann ich spüren und leise seufzt er auf, dreht sich und löst die Umarmung.
„Was machst du nur mit mir?“ Eine Frage, die mehr an ihn selbst als an mich gerichtet ist und auf die ich ebenso wenig eine Antwort finden werde, wie er. Bill nimmt mich bei der Hand und zieht mich mit sich aufs Bett. Wir liegen hier und dieses Mal bin ich derjenige, der sich an ihn kuschelt. Sein T-Shirt riecht nach Schweiß und der Reißverschluss seiner Jacke piekt mich, doch ich störe mich nicht dran, denn ich bin froh, dass er geblieben ist.

„Weckst du mich morgen rechtzeitig? Wir müssen aufpassen, dass die anderen uns nicht erwischen.“
„Ich weiß.“
„Weißt du auch wie viel Glück wir bisher hatten“, will er wissen und ich bin überrascht. Normalerweise äußert Bill sich nie über die Sünde, die wir betreiben. Aber ich gebe ihm Recht, wir hatten bisher enormes Glück.
„Das Glück ist mit den Tapferen“, sage ich zu Bill, den Spruch habe ich irgendwo mal aufgeschnappt.
„Du findest uns tapfer?“
Nun richte ich mich auf und sehe ebenso auf Bill hinab, wie er es vorhin mit mir getan hat und ich muss sagen, der Ausblick gefällt mir. Mein Bruder ist auf seine Art so viel schöner, als ich es jemals sein könnte.
„Bisher warst immer nur du tapfer“, sage ich und plötzlich muss ich grinsen. „Und weißt du was? Was du kannst, kann ich auch.“ Fragend sieht er mich an. Mein Herz rast und rast und ich will ihm endlich sagen, was mir gerade klar geworden ist.
„Ich liebe dich auch.“
Bill strahlt mich auf einmal an, als wäre nach monatelangem Regen endlich die Sonne aufgegangen und zieht mich in einen leidenschaftlichen Kuss, der mir den Atem nimmt. Er küsst mich und küsst mich immer wieder und sagt mir, wie sehr er mich liebt.
„Jetzt habe ich wirklich alles, was ich mir immer gewünscht habe“, grinst er mich an.
„Dann sieh zu, das du es niemals verlierst“, grinse ich zurück und schmiege mich wieder an ihn. Jetzt fühlt sich auch für mich alles richtig an. Um mein Herz ist alles viel leichter, kaum dass ich mir eingestanden habe, dass meine Leidenschaft Liebe ist und vielleicht, denke ich mir, ist der Sex mit Bill deshalb so unglaublich, weil ich ihn leidenschaftlich liebe.



Ende




Über Kommentare würde ich mich sehr freuen. ^^ Liebe Grüße Silver Moon
_________________
Es war Morgens und doch noch Nacht,
als er plötzlich vor mir stand,
sein Lächeln wunderschön anzusehen,
mein Herz stand still, einen Moment nur
und doch lange genug um zu wissen,
auf ewig gehöre ich ihm
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DieJo



Anmeldungsdatum: 02.06.2007
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 05.06.2007 12:22    Titel:


Du zwingst mich auf die Knie...
1. ist es eine FF
2. Bill & Tom
...worauf ich eigentlich nicht stehe.
Aber da ist dir wiedermal ein Meisterwerk gelungen.
Lebendig, erotisch, bildhaft....prima!
_________________
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